Billiges Punktezählen statt nachdenken über Privilegien

Jetzt wird dieser “how privileged are you” Test von Buzzfeed in meiner Timeline bei Facebook rauf und runter geteilt. Wenn ich den “auf den Buchstaben genau” auslege, bin ich auch “not privileged” – Ein Status, der einem von diesem Test verliehen wird, sobald die Punktezahl unter 50 geht. Was den Test verfälscht, ist, dass einige Faktoren für sich genommen kein Zeichen von Privileg sind, sondern nur zusammengenommen mit einem anderen Faktor.

Beispielsweise der Akzent: Wegen dem Akzent gehänselt zu werden, kann anzeigen, dass du gerade Rassismus oder Klassismus erlebst. Es kann aber, wie bei mir, auch lediglich heissen, dass ein österreichischer Akzent im Schwabenland auffällig ist. Als Tresenpersonal oder im Verkauf zu arbeiten kann heissen, dass du aus finanziell benachteiligten Verhältnissen kommst, es kann aber genauso gut heissen, dass du ein reicher Studi bist der ein wenig Selbsterfahrung machen will. Am witzigsten finde ich: “Ich bin nie hungrig ins Bett.” Das kann heissen, dass du arm bist – aber in den westlichen Industrieländern heisst Armut in der Regel nicht, dass du Hunger hast, sondern dass die Nahrung, die du dir leisten kannst, nicht genug Vitalstoffe enthält. D.h. du wärst satt, aber trotzdem unterversorgt.
Die Punkte zu Dickendiskriminierung und Bodyshaming: Ich kann ankreuzen, dass ich als zu dick bezeichnet wurde und mich in meinem Körper einmal schlecht fühlte – trotzdem war ich nie von “Fat shaming” betroffen, wie es dicken Personen passiert.
Man kann sehr unterschiedliche Ergebnisse bei dem Test erzielen, je nachdem, ob ich dem Buchstaben folge oder der Idee dahinter, d.h. ob ich das wörtlich nehme, oder ob ich reflektiere, was damit gemeint ist, und meine Haken entsprechend dort mache.

Dann kommt noch hinzu, dass die “Abhakliste” mit reiner Addition arbeitet. Das funzt so aber nicht: z.B. hat ein US-Gericht in den 1970er Jahren die Klagen Schwarzer Frauen nach Massenentlassungen bei GM abgewiesen, denn weder Schwarze Männer noch weiße Frauen waren von Entlassungen so betroffen. Rein rechnerisch hätten die Frauen also nicht mal ankreuzen können, sie wären wegen Race oder wegen Gender entlassen worden. Aber sie sind wegen beidem entlassen worden.

Ich halte diesen Test für sehr fragwürdig.
Wenn sich Menschen über Privilegien Gedanken machen möchten, bitte – das finde ich super! Aber doch nicht mit so einer billigen “Addiermaschinen-Bescheinigung”.

11 thoughts on “Billiges Punktezählen statt nachdenken über Privilegien

  1. Da hast du schon recht.
    Trotzdem finde ich die Liste als Umsetzung der Catchphrase “Check your privilege” als kleinen Anstoß, die darauf aufmerksam macht worum es gehen könnte, eine gute Idee. Ich hatte nicht den Eindruck, daß es als vollständige Erklärung gehandelt wird. Daß das Ergebnis eher so eine Belohnung als eine Analyse ist, sollte eigenlich doch allen klar sein, oder?!!

    • Ich dachte auch erst, dass die Liste als kleiner Anstoss für den Anfang evtl. nicht schlecht ist. Inzwischen nicht mehr. Freund_innen von mir und ich selber haben den Test gemacht, und selbst weiße, körperlich fitte, heterosexuelle Cis-Menschen (Männer und Frauen) schneiden als höchst mehrfachdiskriminiert und mega-unprivilegiert ab.

      Ausserdem fällt mir auf, dass diejenigen unter meinen Kontakten, die tatsächlich mehrfachdiskriminiert sind und viele Privilegien nicht haben, zu dem Link schweigen/ihn nicht teilen/ihre Ergebnisse nicht teilen.

      Ich finde den Test inzwischen nicht mal mehr als Anregung und Antoss brauchbar. Guck mal, wer den teilt – bei mir sind’s lauter relativ intellektuelle Weiße, die beim Teilen ihrer Ergebnisse ein leichtes Unbehagen äussern, aber sie teilen halt ihr Ergebnis von “Ich bin irre unterprivilegiert”.
      Kein Mensch hat in meiner TL ein “Du bist ganz schön privilegiert” Ergebnis geteilt.

      Ich will niemandem meiner lieben Freund_innen bei Facebook unterstellen, sie würden hier Diskriminierung unsichtbar machen oder nivellieren wollen. Genau deshalb äusserten die meisten auch ein Unbehagen mit ihrem Ergebnis, dass sie angeblich ihr Leben lang schwerst diskriminiert worden seien. Ich denke halt, sie haben sich vielleicht nicht getraut, härtere Kritik an dem “Rechnercheck” zu äussern oder sie hatten nicht gleich klar, was eigentlich dieses Unbehagen verursacht. Das gibt mir zu denken und mir kommen deshalb starke Zweifel an der positiven Wirkung dieses Tests.

      Ich glaube, der Test lädt einfach zu den falschen Schlüssen ein – dass dies keine Frage der mathematischen Addition ist, dass Privileg nicht etwas ist, was du an “standalone” Punken abhaken kannst, meinst du echt, das fällt jede_r gleich auf?
      Ich bin da sehr skeptisch.
      Und ich fürchte, damit werden gerade Menschen, die sich Gedanken machen wollen, eingeladen, so an die Sache heranzugehen, dass es keinen Sinn ergibt..

      • Ah, okay, deine Kritik richtet sich eher gegen das Teilen des Ergebnisses (also daß und wie), wenn ich das jetzt richtig verstanden habe?

        Meine Perspektive war eher, daß ich von Buzzfeed eigentlich gar nichts erwarte außer endlos Clickbait. Mainstream eben. Dafür ist dieses “Quiz” relativ (!) progressiv. Beim Durchklicken der Liste wird ja zumindest schon mal erkennbar, was Indikatoren für Privilegien/Unterdrückung sein können. Natürlich ist damit bei denjenigen, die schon im Thema drin stecken, kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Es ist eben keine Analyse, sondern ein Tool in sich selbst – wer den Test macht setzt sich mit dem Thema auseinander. Jetzt nicht so wahnsinnig avanciert, das ist schon richtig, aber vielleicht erst mal überhaupt irgendwie. Rather basic, I know, aber ich versuche mich in Optimismusübungen. ;)

        • Hmmm ja, auch.. ich habe inzwischen aber auch Postings gesehen wo das Ergebnis geteilt wurde mit dem Hinweis drauf, dass es halt son Buzzfeed-Seicht-Krams ist.
          Also dir kommt der “Additive Stil” an der Sache gar nicht so problematisch rüber?
          Ich find das halt grundfalsch.

          • Total d’accord: addieren geht nicht, also gibt es auch kein brauchbares Ergebnis. Ich meinte ganz low-levelig: Leute darauf aufmerksam machen, was Privilegien überhaupt sind. Das ist so wie die Computerspielparabel von John Scalzi: es taugt nicht zur Analyse, nur zur Illustration. Sozusagen Step 1 of many.

  2. Pingback: Yay, ich bin nicht privilegiert! Oder so. – ryuus Hort

  3. Pingback: Mädchenmannschaft » Blog Archive » Pinkstinks, deutsche Geschichtsverdrängung und tödliche Folgen rassistischer Gesetze – die Blogschau

  4. Der “Test” von Buzzfeed war von Anfang an Satire. Sehr ironisch ist es allerdings, dass er dann hinterher von einigen Leuten via Twitter als nichtsatirisch herum gereicht wurde. Im Übrigen lässt sich prima diskutieren, ob die in radikalfeministischen Kreisen besonders heraus gehobenen Formen von Diskriminierung (z.B. Mobbing wegen sexueller Orientierung – echt superübel imho) so viel heraushebenswerter sind als andere Formen sozialer Diskrimininierung.

    Im Zweifel kann ein junger Mann (eine Standardkartoffel aus guten Elternhaus etc., also mehrfach-privilegiert), der “einfach so” jahrelang gemobbt wird, sich in einer objektiv beschisseneren Lage befinden, als 99 Prozent derjenigen, welche aus radikalfeministischer Sicht heraus besonders diskriminiert sind. Im Zweifel, pardon, ist jedes Leben individuell – und der Zugang dazu, oder gar eine moralische Wertung, inwieweit dieses Leben durch a) “Priviligierungen” (die oft ja keine sind…) und b) Benachteiligungen besonders oder gar beschämenswert schwer oder leicht geraten sei, der ist:

    schwierig. Wirklich schwierig.

    Um das so einigermaßen hinzubekommen (also: inkl. “Privilegienkritik”) empfiehlt sich ein sehr weiter Gesichtskreis, Offenheit, Lebenserfahrung, die Befähigung, fair und ausgeglichen zu urteilen und so weiter und so fort. Das ist schon mal deutlich mehr, als ich für mich selbst in die Waagschale werfen kann. Es setzt voraus, zu jemanden echtes Verständnis zu entwickeln (ganz unabhängig von der jeweiligen “Privilegien-” – und Benachteiligungssituation), und dies über die engen Grenzen hinweg, die bei den meisten von uns (auch: bei mir) dadurh bestehen, dass wir eigentlich nur Menschen wirklich gut verstehen können, die ähnlich zu uns selbst sind.

    Kurzum: Ich bin äußerst misstrauisch, wenn irgendwer (und dann noch aus einer wohlbehüteten akademisch geprägten Herkunft her) das große Faß “Privilegienkritik” aufmacht, und dann auch gleich noch behauptet, hier etwas wirklich Allgemeingültiges sagen zu können. Das gilt selbstverständlich für einen derartigen “Test”.

    Aber mehr noch, es gilt für diese ganze Denkrichtung. Mir ist das alles, pardon: zu billig. Zu lärmend. Letzend Endes oft sogar kontraproduktiv und von einer im Kern arroganten, urteilenden Haltung gegenüber der Mitmenschin geprägt. Ich kann inzwischen sogar sagen, dass es mir verhasst ist. Am Anfang habe ich es geradezu bejubelt, aber ich kenne in diesem Bereich eigentlich nur schlechte Beispiele.

    Ausschließlich. Mein “Gegen”konzept zu diesem akademisierten Beurteilungsmüll ist ein ganz einfaches: “Versuche deinen Mitmenschen zu verstehen.” Das ist dann allerdings nicht zwangsläufig feministisch. Insofern für die meisten hier, die hier mitliesen, ein eher unbrauchbares Konzept. Was will ich damit sagen? Ich will damit sagen, dass das Tischtuch zwischen mir und “dem” Feminismus inzwischen gründlich zerschnitten ist. Was eben auch an derartigen Konzepten zur Aburteilung der Mitmenshcen liegt, wie “Privilegienkritik”. Denn wenn mensch sich das mal ganz genau anschaut, dann wird das vor allem genutzt, um a) sich selbst (bzw. die eigene Position) aufzuwerten, b) andere abzuwerten und diesen nach Möglichkeit eine Art “Halts Maul, du bist privilegiert.” ins Gesicht zu spucken.

    Damit kann ich halt nichts anfangen. Und zwar – jetzt kommt quasi der “Knüller”: Gerade weil ich als Person geradezu ein Musterbeispiel für Mehrfachdiskriminierungen (teils extrem üble darunter) bin. Genau darum reagiere ich da sehr empfindlich darauf. Da ist ist mir eine tendenziell naive Haltung “alle Menschen sind gleich – und ich respektiere jeden Menschen” weitaus lieber.

    Mit ganz weitem Abstand sogar.

    • Leseempfehlung: http://goodmenproject.com/ethics-values/explaining-white-privilege-to-a-broke-white-person-shesaid/

      Ich kann deinem Kommentar leider nicht viel entnehmen, bis auf die Infos, dass du vom “Feminismus” enttäuscht bist und findest, das Reflektieren von Privilegien würde viel zu oft falsch betrieben.

      Hältst du “Jeder Mensch ist gleich und ich respektiere jeden Menschen” ernsthaft für eine brauchbare Lösung? Und wieso hat das schon damals bei Kant nicht geklappt, der sowas ja angeblich schon schrieb, während er gleichzeitig Schwarze entmenschlichte und Frauen verachtete, die Todesstrafe befürwortete und was weiß ich denn noch alles?

  5. Zu deiner ersten Frage, ob ich das für eine brauchbare Lösung halte: Ganz klar, ja. Für eine sogar sehr brauchbare. Das entspannt mein Verhältnis zur Mitmenschin nämlich immens. Allein das ist schon so ein riesengroßer Vorteil, dass ich das für ein superbrauchbares Verfahren halte. Natürlich muss mich das nicht davon abhalten, mein Wissen über Privilegierungen/Benachteiligungen im Hinterkopf zu behalten, aber tatsächlich ist – nach meinem Empfinden – dieses “alle sind erst mal gleich” eine supergute Ausgangsbasis.

    Was deine zweite Frage betrifft: Ich kann nicht für Kant sprechen. Sorry.

    Ein wenig will ich noch darüber rumeiern, auch ausgehend von meinem neuen Dogma (siehe oben), das mich nämlich zuerst denken lässt, dass Kant vielleicht auf seine Art doch ganz okay gewesen sein könnte. Mit Mängeln halt auch, wie sie jede Menschin irgendwo hat. So, und wenn ich über diese Hürde mal locker drübergesprungen bin (fällt mir zunehmend einfacher), dann kann ich mir Fragen dazu stellen. Zum Beispiel:.

    Inwieweit Kant durch Umstände seiner Zeit – inklusive der dort herrschenden Denkmoden – befangen war? Inwieweit er durch sein Umfeld beeinflusst war? Inwieweit sein “Denken” in diesen Fragen typisch für seine Zeit bzw. soziale Schicht war, und inwieweit das nicht der Fall war? usw: All das wäre nach meiner Überzeugung wichtig zu wissen, um sich einer halbwegs kompetenten Beurteilung anzunähern. Kant ist vielleicht auch nicht so wichtig, weil er in einigen Dingen massiv daneben gelangt hat, sondern vielleicht, weil er eine Reihe von Gedanken formuliert hat, die tatsächlich wegweisend und immens wertvoll waren. Bis in unsere heutige Zeit hinein. Und mit seinen sehr durchdachten Vorstellungen von Moral, lassen sich – wäre jetzt mal eine Idee von mir – eigentlich auch seine von üblen Vorurteilen geprägten Auffassungen widerlegen. Mit anderen Worten, ich habe den Eindruck, dass die bösen Vorurteile von Kant und seine eigene Moralphilosphie nicht besonders gut zusammen passen. Ist vielleicht auch eine Warnung an radikale Feministinnen: Da kann der Kopf noch so voll sein mit den wertvollsten Ideen: Und trotzdem bewahrt das Eine nicht vor Schrott und Beurteilungsmüll. Wie gesagt, ich glaube, dass das mit dem Beurteilen nämlich eine hochkomplizierte Sache ist, und uns (auch die superkompetenten Radikalfeministinnen eingeschlossen) fehlt fast in allen (!) Fällen das erforderliche Wissen und Mitgefühl, um wirklich urteilen zu können.

    Okay, wäre ich noch radikale Feministin, dürfte ich das so nicht schreiben. Das passt nicht zum gegenwärtigen Stand des feministischen Denkens. Als Feministin hätte ich sofort und ohne jegliche Anstrengung annähenrd tausend Argumente drauf, um Kant in Bausch und Bogen zu verdammen. Stattdessen begnüge ich mich mit einem höchst lässigen und un-feministischen:

    “Das kann ich nicht beurteilen, denn dazu weiß ich zu wenig – ich habe sogar nicht einmal sonderlich viel Lust darauf, das zu beurteilen! ich glaube aber, dass Kant supertolle und wichtige Gedanken geäußert hat.”.

    Völlig unfeministisch. Und du ahnst vermutlich nicht einmal, wie gut mir das tut: Ich habe das Gefühl, jetzt wieder viel freier denken zu können. Das gibt mir sogar die Möglichkeit, Sachen völlig doof und kontraproduktiv zu finden, die in radikalfeministischen Kreisen als das Maß aller Dinge betrachtet werden (z.B. die “Privilegienkritik”). Und andere, typisch feministische geprägte Vorstellungen, die kann ich trotzdem superklasse und wichtig finden.

    Weil mir der heutige Feminismus nämlich neuerdings komplett egal ist. Ich sehe das sogar leicht negativ (im Fall des radikalen Feminismus jedenfalls) als Denkrichtung mit teils sektiererischen Tendenzen an, die keine besondere moralische Autorität besitzt. Das ist nur eine Sache von vielen anderen! Was Geltung hat, was Autorität hat, was überzeugend ist, das beurteile ausschließlich ich selbst. Und da gibt es nun einmal haufenweise Sachen außerhalb des Feminismus, unter anderem die Klassenfrage, die für mein Bild von der Welt sogar viel wichtiger sind. Mit dieser neuen Freiheit, feministische Ideen (zu denen interessanter Weise auch das Herumgenörgel an praktisch jeder anderen sozialen Bwegung gehört) einfach abtun zu können, geht es mir bestens. Ehrlich, so frei habe ich mich lange nicht gefühlt!

    Trotzdem: Dir viel Spaß weiterhin!

    Ob ich mit meinem neuen Denken wirklich “besser” und der Welt und meinem eigenen Leben gegenüber angemessener zurande komme als du halt mit deinem Radikalfeminismus, das kann ich ja garnicht beurteilen! Dazu weiß ich zu wenig. Aber mir bleibt nur mein eigener Weg, wo es mir wirklich sagenhaft gut tut, Ballast abzuschütteln. Wird dich vermutlich nicht überzeugen. Muss es aber auch garnicht!

    Wenn ich was vermitteln wollte, dann halt diese Sache mit dem Beurteilen von “Privilegien” und Benachteiligungen: Das das nämlich am Ende extrem schwierig ist. Und dass beim ganzen Herumbeurteilen eine gewisse Gefahr verbunden ist, eine Schranke gegen seine Mitmenschin aufzubauen, und sei es, dass mensch sie für besonders “privilegiert” erklärt, und ihr damit das Recht auf Gehör abspricht. Weil sie ja “soo toll privilegiert” ist usw.

    Nee, das halte ich für problematisch. Und sogar die Frage, ob das offensichtliche Privileg (von Norm-Männern z.B. auf Karriere in bestimmten Bereichen) am Ende ein echtes Privileg ist, oder eventuell zum Teil nur ein “sozialer Zwang in neuer Gestalt”, das finde ich sehr knifflig zu beurteilen. Ich teile hier zwar viele feministische Gedanken dazu, aber finde es zugleich enorm entspannend, diese zugleich diskontieren zu dürfen (weil: mit feministischen Argumentationen/Erklärungen nur ein ziemlich kleiner Teil der Welt wirklich erklärt wird) und darüber hinaus gehen zu können.

    Ob dann am Ende was Gutes bei rauskommt, das weiß ich natürlich nicht. Ich bin keine Alles-Checkerin, und strebe das auch nicht an. Finde es halt wichtig, sich einen offenen Geist zu bewahren. Und wie gesagt, vielleicht machst du ja mit deiner Art, dir einen Reim auf soziale Zusammenhänge zu machen, alles richtig. Vielleicht bin ich in 10 Jahren wieder ganz ähnlich drauf wie du?

    Das wird sich zeigen. Der Weg ist offen.

    • Tja. Vielleicht solltest du aufhören, feministische Blogs zu lesen, wenn du dich vom radikalen Feminismus abzuwenden vorhast? Nur son Tip.
      Du sprichst von Feminismus wie von einer Religion und sprichst zu mir wie wenn du über deinen persönlichen Weg mit deinem früheren Glauben und hin zu einer anderen Religion reden würdest, wie es dir jetzt geht, ob das richtig war, usw..

      Ich wüsste aber nicht seit wann das hier ein religiöses Blog wäre. Noch habe ich vor, Politik u. Feminismus mit dir auf dieser Ebene zu diskutieren. Ich wünsche dir dennoch alles gute auf deinem weiteren politisch-spirituellen Lebensweg. Det wird schon, wa?

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