Ein neuer Füller “von früher”.

Ich treibe mich ja seit neuestem viel auf Mastodon herum. Dort fragte jemand: Was benutzt ihr so zum Zeichnen? Und hängte ein Foto dran, dass sie viel mit Füllern zeichnet, aber wasserfeste Tinte benutzt, um danach mit Wasserfarben drüber zu kolorieren. Das kann einem die ganzen Einweg-Fineliner ersetzen.

Schnell war ein Gespräch im Gange, das ins Füller-Nerdtum weiterführte, und ich kenne ja Füllernnerds. Also fragte ich DamnedSnob, ihres Zeichens Füllernerd meines Vertrauens, nach okayen Kolbenfüllern, denn sowas hatte ich mal als Teenager besessen, und irgendwie hatte ich aber den Kolbenfüller nicht mit nach Berlin genommen, als ich erwachsen war und dort hin zog.

Nachdem auf Instagram auch Bilder von Füllersammlungen ausgetauscht worden waren, habe ich mir einen Füller von Wing Sung bestellt. Der kommt aber aus China, und da kann der Postweg etwas dauern. Und, was ich mir dann noch gegönnt habe, ist ein Pelikan Kolbenfüller mit vergoldeter, feiner Feder. Eigentlich ein teurer Füller (jedoch, was ist bei Füllern “teuer” – Füller können ja extrem viel Geld kosten), ich habe den mit Hilfe einer dieser Preisvergleichsseiten reduziert gefunden, so dass er nur noch die Hälfte der UVP des Herstellers kostete.

Es ist ein Pelikan Classic M150 Kolbenfüllhalter.

Jetzt ist er da und völlig schön:

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Ich glaube, das ist sogar genau der Füller, den ich als Teenager schon mal hatte. Ich hatte ihn zu irgendeinem wichtig-wichtig-Anlaß von meiner Oma geschenkt bekommen (falls ich mich richtig erinnere). Dass diese Dinger so viel kosten, wusste ich damals gar nicht. Ich weiss noch, dass ich damals sehr begeistert von dem Füller war und anfing, ein Buch abzuschreiben, nur, um damit zu schreiben. Er ist eher klein und hat ein dunkelgrünes Tintensichtfenster. Und eine vergoldete Feder.

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Naja, jedenfalls habe ich mir den “Füller meiner Jugend” quasi ohne das so genau zu wissen, jetzt wieder beschafft. Das heißt, sicher bin ich mir nicht 100% ob das der “Füller meiner Jugend” wirklich war. Aber als ich ihn auspackte, hatte ich schon ein eher starkes Déja vu. Dieser Füller wird genauso auch schon seit Jahrzehnten hergestellt. Das heißt, es könnte wirklich sein, dass ich den schon vor 30 Jahren mal hatte.

Er schreibt auch sehr schön, ich habe schwarze Tinte rein gefüllt. Ich benutze ihn jetzt zum Bulletjournaling, auch ein Hobby, bzw. eine Form der Selbstorganisation, die ich mir vor einem Jahr angewöhnt habe. Nachdem ich lange Zeit fast nur noch mit einer Tastatur geschrieben habe, freut es mich, durch das Bullet Journaling wieder mehr mit der Hand zu schreiben.

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