Neujahrs-Challenge Tag 2: “Buy nothing new”. Die Regeln!

Das passt ja auch sehr zu meinem No-Buy-Year. ;D Deswegen wäre heute eigentlich ein guter Tag, um die Regeln für das Jahr zu formulieren.

Meine No-Buy-Year-Regeln

  • Es wird kein Garn gekauft. Und möglichst auch keins ertauscht, ausser, ich tausche es ebenfalls gegen Garn. Ich möchte am Ende des Jahres wieder weniger Garn-Stash haben als am Anfang.
  • Keine Outdoorausrüstung wird gekauft. Ausnahme: Wenn etwas essentielles kaputt geht, darf es ersetzt werden. Und ich darf Reparieren (und dafür nötiges Material kaufen) und reparieren lassen, falls ich nicht selbst reparieren kann.
  • Ich kaufe keine Kunstmaterialien, ich möchte mit dem malen, was ich da habe, und das ist genug. Ausnahme: Wenn ich für ein Projekt/Eine Technik eine Kleinigkeit brauche, und echt keine Alternative zuhause habe, darf ich das dazu kaufen.
  • Ich will möglichst viel selber machen, das wird vielleicht mein DIY Jahr!
  • Keine unnützen Pflegeprodukte kaufen. Nur nachkaufen, wenn etwas wirklich alle geworden ist, und ich echt keine Zeit zum Selbermachen hatte. Wenn möglich, Plastikfrei.

Zero Waste Tee kaufen

Heute werden wir losgehen und ein paar Vorräte nachkaufen. Ich steige wieder komplett auf losen Tee um, nachdem ich gesehen habe, wieviele Teebeutel in Papiertüten mit innen verborgener Plastikfolie sind. Gerade die schicken, leckeren Mischungen wie die von Pukka oder Cupper fallen damit aus, die hatte ich mir “lifestylemässig” ab und zu gegönnt. Tee kaufe ich bei Bohea, der lokalen Teehandlung in meinem Kiez. Dort haben sie schon lange Jahre, bevor es in war, mir den Tee direkt in meine mitgebrachten Dosen gefüllt. Die werden dann auf einer echt schönen, altertümlichen Waage mit diesen kleinen Eisengewichten austariert. Und die Leute zogen dabei nie ein Gesicht, sondern sind immer sehr nett! Ich hatte mir auch mal Tee online bestellt, aber da kommt dann doch immer alles in diesen Tee-Tüten, die von außen Papier und von innen Plastik sind.

Nachtrag: Jetzt war ich da und der Teeladenmensch war wieder super nett und hat meine Dosen auf der alten Waage austariert, und erzählt, dass das Eichamt diese Waage immer suspekt findet, aber dann auch zugeben muss, dass sie sehr gut und genau wiegt. Ich habe eine Dose Ostfriesenmischung, dann einen “Sommerwiesen” Früchtetee, einen Birne-Kaktusfeige-Früchtetee, und einen Tulsi-Tee “Blütenzauber” mitgenommen. Yummie!

Kokosmilch selber machen

Was ich auch wieder brauche, ist eine Kokosnuß. Seit ich Kokosmilch selber machen kann, bin ich endlich unabhängig von den Dosen/Tetrapacks aus dem Geschäft. Man kann Kokosmilch auch aus getrockneten Raspeln machen, oder aus Kokosmus. Aber Kokosnüsse finde ich am einfachsten unverpackt, die haben ja ihre eigene Schale als Verpackung. Nur – wohin dann mit der Schale? Es ist ja eigentlich Kompost. Aber braucht sie nicht zu lange zum verrotten?

Spülmittel – da verzichte ich nicht drauf!

Das Spülmittel wird gerade auch alle. Deswegen besuchen wir den Unverpacktladen und haben eine Glasflasche mit Pumpspender dafür vorgesehen, in der war mal Handseife, und jetzt steht sie schon seit Tagen gespült bereit zur Wiederbefüllung. Eigentlich schade, dass es diese Kanister nicht mehr in jedem noch so kleinen Bioladen gibt! Oder gibt es das noch? Ich habe in Friedrichshain ausser einem kleinen Bioladen, der sich tapfer gegen die Supermärkte behauptet, keinen Bio-Einzelhandel mehr. Die Ketten haben alle “Kleinen” platt gemacht, aber wir hatten eh nie eine nennenswerte Bio-Infrastruktur hier gehabt. Und in den Ketten gibt es keine Nachfüllkultur. Und offen gestanden, ich mache mir kein Spüli aus Kernseife selbst. Durch meine Fahrradreisen habe ich schon Spüli-Alternativen (und Dr. Bronners-Seife etc) ausprobiert, und ich möchte nicht mit Seife spülen. Ich hab das Gefühl, es hinterlässt überall einen Film.

Nachtrag: Ich war im Unverpacktladen und habe mir gezielt beim Spüli-Kanister mein kleines Pumpspender-Fläschchen aufgefüllt und 1,13€ dafür bezahlt. Cool. Weiter hab ich gar nichts gekauft, der Laden war nämlich packevoll und ich wollte so schnell wie möglich wieder raus sein.

Sonnenblumenöl aus dem Kanister

Gestern habe ich in unserer Bäckerei noch etwas von dem Sonnenblumenöl, das wir zum Einfetten der Backformen nehmen, (kaltgepresst, aus dem großen Kanister) in eine mitgebrachte Flasche gefüllt, und mit Geduld das alte Etikett abgepult und sie mit einem Posca Pen (quasi ein Lackmarker) beschriftet. Ich finde, das sieht absolut schick aus! mal schauen, wie’s schmeckt. Ich hatte ja schon mal den Plan, Öl + Essig bei “von Faß” (eine Kette, die vom Faß abfüllt) zu kaufen, aber ehrlich gesagt, das geht gar nicht, denn die sind ultra teuer. Bei “vom Faß” geht es um Gourmetgedöns, Luxus + Geschenke, und für das einfache Öl und den einfachen Essig ist der Unverpacktladen weitaus billiger. Schade, weil “vom Faß” ist bei mir um die Ecke.

Heute war es ein seltsames Wetter auf meiner Einkaufstour. Die Sonne stand tief und es war stürmisch, und dann schneite es ganz kurz und graupelig. Das Bild ist an der Wiener Strasse, vor dem Erlebnisbad aufgenommen und zeigt den Platz, die Häuser an der Wiener, ein paar Fahrräder und Schneeflocken mit Sonnenstrahlen.
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10 thoughts on “Neujahrs-Challenge Tag 2: “Buy nothing new”. Die Regeln!

    • Hast du da eine Informationsquelle dafür? Ich denke, die sind einfach aus Papier, dass sie Plastik enthalten habe ich per Googlesuche nur auf Zero-Waste-Seiten gefunden, und die sind ja auch nicht objektiv. Es gibt diese Pyramidenbeutel aus pflanzlichem Plastik, aber die hätte ich schon vorher aus Prinzip nicht benutzt.

  1. Schön, dass du das hier mit uns teilst, danke!

    Eine Idee: Aus der Kokosnuss-Schale könntest du vielleicht was basteln/herstellen ?
    Wenn du schöne Hälften hast, vielleicht sogar Geschirr (Reisschüsselchen)? Klassiker sind auch Vogelfutter-Behälter (mit Dach).
    Mein Bruder hat auch mal Schmuck daraus gemacht (gesägt, gefeilt, loch gebohrt).

    liebe Grüße
    Joachim

  2. Pingback: Episode 153: Nötige Diskussionen – Die urbane Spinnstube

  3. Pingback: Ich war beim Leipziger Wolle-Fest, ohne Wolle zu kaufen. | Anarchistelfliege

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