Kaufnix und Aufräumen

Markttag

Heute wäre bei meiner Zero-Waste-Challenge dran gewesen, eine Wanderung zu unternehmen. Aber das klappt nicht: Gestern hatten wir eine anstrengende Backschicht, ich habe bis 11 geschlafen und das war eh schon zu kurz, und dann war heute der Markttag, wo wir immer für die Woche das Gemüse und den Käse einkaufen.

Am Käsestand sind wir von einem anderen Kunden gelobt worden, weil wir eine Glasdose dabei hatten, er fand das voll gut. Draußen hat es geregnet und ich hoffe, es wird noch viel mehr regnen diesen Winter, damit sich die Böden gut vollsaugen und wir, bzw. die Pflanzen, es besser überstehen, wenn wir noch so einen trockenen Sommer bekommen sollten. Ich hätte ja Lust auf einen sonnigen Sommer. Es muß aber bitte nicht ganz so trocken sein wie der 2018. Und dafür ist Winternässe die beste Investition!

Aufräumen

Ich habe Klamotten aufgeräumt. Nicht alles, aber immerhin etwas. Los ging es damit, dass ich diese Aufräumserie mit Marie Kondo gucke, und dieses vertikale Aufbewahren von Stoffdingen interessant fand. Also habe ich meine alte Lasagneform, aus der die Beschichtung leider abgeht, rausgenommen und die Stoffbeutel zum einkaufen gefaltet und vertikal da rein gepackt, damit man sie alle schön sieht.

All die Stoffbeutel sind jetzt schön gefaltet in einer alten Lasagneform.

Daneben habe ich immer eine Papiertüte gehabt, in der all meine Stricktücher und Schals reingestopft waren. Die habe ich dann gefaltet und in eine Box aus Flechtwerk einsortiert, so dass ich sie alle sehen kann. Die Box musste aber auch erst mal frei werden, deshalb ging ich an meinen Klamottenschrank und habe Hosen aussortiert.

Ich hab gar nix zum anziehen! Und das ist okay.

In dieser Marie-Kondo-Serie haben die Leute immer riesige Berge mit Kleidung, und sortieren sich da durch, bis sie eine nette Kollektion übrig behalten, die sie mögen. Bei mir ist die Hosensituation sehr anders. Ich hatte quasi nur noch Hosen, in die ich gar nicht mehr rein passe, die ich einfach vergaß, mal auszusortieren, und dann habe ich noch vier Hosen, in die ich reinpasse, und diese vier Hosen habe ich 2017 und 2018 neu gekauft. Davon ist noch eins eine Sommerhose, und eins ist eine Hose, die ich irgendwie “schonen” will, weil sie teuer war (so ne Fjällräven-Outdoorhose). Das bedeutet: Ich hab grade 2 Hosen, wenn ich die eine nicht anhabe, hab ich die andere an.

Ich habe alle alten Hosen in eine Tüte gepackt und bringe sie demnächst in die Altkleidersammlung. Aber zwei der alten Hosen sind dafür zu schade. Das ist eine Outdoor-Funktionshose, die mit zu den langlebigsten gehört, die ich je hatte, und eine Zimmermannshose, die ich für teures Geld im Berufskleidungsladen erstanden habe. Beide passen mir ganz knapp nicht mehr, und vielleicht finde ich dafür Leute, die sie gerne haben würden.

Aber so im großen und Ganzen passt mir der Hosen-Minimalismus ganz gut. Ich dachte ja immer, mein Körper bleibt jetzt so, aber nur für den Fall des Falles, das das nicht so ist, macht es sich gut, Hosen auch wirklich abzunutzen, bevor man raus wächst. Und das geht kaum besser als wenn man nur zwei Hosen besitzt, und diese halt abwechselt.

Deshalb auch hier: Ich bleib bei #noBuy!

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5 thoughts on “Kaufnix und Aufräumen

  1. Ich habe tatsächlich fast zwei Kleiderschränke voll Klamotten, aber zahlreiche von denen sind mindestens zehn Jahre alt. Ich geb Zeug weg, das nicht mehr passt, und zerschnipple Kram, der nicht mehr schön ist. Und den Rest … könnt man wohl mal gebrauchen. (Der Witz ist, ich zieh tatsächlich das meiste davon an, sodass die Sachen locker ihre dreißig Mal getragen werden, die Greenpeace vorschlägt.)

    • Dann passt es ja wunderbar für dich. Ich glaube, diese Konmari-Methode wird immer mißverstanden als ein Reduzieren bis hin zum Minimalismus. Das ist es imo gar nicht. Eher gehts darum, ein für sich passendes Maß an Sachen zu finden und die in eine praktische Ordnung zu bringen – jedenfalls hab ich das rein vom gucken dieser Netflix-Serie so aufgefaßt. Von daher bist du voll im Idealzustand.

      Mit meinen anderen Klamotten hab ich mich noch nicht so befasst, aber ich glaube, da hab ich weder zuviel noch zu wenig. Ich trage meistens die alten T-Shirts von meinem Partner auf, der entwickelt mehr Kleidungskauflust als ich, und ich nehme dann das, was er aussortiert. Seit Herrenhemden so eng auf Figur geschnitten werden, kann ich seine aber nicht mehr auftragen. Mode ey.

      • … Jetzt muss ich nur noch lernen, meinen ganzen Kram zeitnah dahin zu räumen, wo er hingehört. Ich hab ingesamt nicht übermäßig viel Kram, aber einen Hang dazu, ihn nicht wieder in den Schrank zu packen, wenn ich ihn nicht mehr brauche.

  2. Pingback: Von allem weniger, vom Guten mehr: KonMari für Menschen mit Armutserfahrungen – glowpen

  3. Pingback: Das war die Woche.. | Anarchistelfliege

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