Erste Kaufnix Härten überwunden

Im 2. Monat meines Kaufnix-Jahres (die Regeln habe ich mir selbst ausgedacht und sie beziehen sich auf 4 Bereiche, es heisst nicht, dass ich 2019 gar nichts kaufen soll) gab es erste Härten.

Ich bekam von meinem benachbarten Outdoorladen einen Brief, in dem mir mein Bonus für 2018 mitgeteilt wurde. Man bekommt alles zusammengezählt, was man 2018 dort gekauft hat, und dann bekommt man Prozente, die man dann als einen Gutschein zugeschickt bekommt. Immerhin waren es stolze 24 Euro, die ich bekommen habe! Yay! (Ich glaube, der größte Posten 2018 waren zwei edle, große Ortlieb-Fahrradpacktaschen, und dann kam noch Kleinkram zusammen.)

Sofort hatte ich Lust, den Gutschein auf den Kopf zu hauen, denn obwohl ich 2019 kein Outdoor-Equipment kaufen darf, darf ich ja welches geschenkt annehmen, wa? Aber die Stimme meiner Vernunft sagte, es wäre unklug, den Gutschein jetzt zu verbraten, für irgendwas, wenn man ihn später vielleicht brauchen kann, um ihn für etwas Notwendiges zu benutzen. Vielleicht geht ja etwas kaputt und muss ersetzt werden. Also verkniff ich mir das sofortige Konsumieren, obwohl die eine flüssigkeitsdichte Edelstahl-Essens-Dose haben, die genau diese Summe kostet, und die ich sehr hübsch finde. HNARGS. Jedoch, nach inzwischen 4 Tagen nicht-shoppen kann ich eigentlich damit leben. Die Box wartet auch noch in 1 Monat auf mich, falls ich es gar nicht mehr aushalten könnte.

Das Andere war heute, als ich meinen Zahnärztin-Termin hinter mir hatte. Nichts schlimmes, nur eine Kassenkrone einsetzen lassen. Das Metall (es ist irgendwas mit Edelstahl) sieht echt schick aus, finde ich, und es hat keinen elektrischen Leit-Effekt wie früher das Amalgam. Kann man also echt mal machen, und ich muss *nix* dazu bezahlen! Ja, ich also aus der Praxis raus, und ich hatte Kauflust. Denn früher, als ich Zahnarzt-Angst hatte, habe ich mich nach Terminen immer mit ner Kleinigkeit belohnt, die ich mir dann gekauft habe. Das habe ich dann aber als nette Gewohnheit beibehalten. Also ging ich raus und dachte so: Hm, da ist so’n Lush Schuppen in der Nähe, ich könnte mir ja so ne unverpackten Hauptpflege-Sachen kaufen. Obwohl ich noch genug da habe, die ich aufbrauchen will! Ich bin auch da hart geblieben und es ging vorbei.

DIY Update: Ich habe Kimchi angesetzt!

kimchi making: ein glas mit geschnittenem chinakohl, rettich und gewürzen in brühe steht auf einer küchenanrichte und fermentiert vor sich hin
Hier steht mein Glas Kimchi-Ansatz, ich hoffe, es geht nicht kaputt, denn ein paar leichtere Gemüseteile steigen immer an die Oberfläche der Lake und da sollen sie eigentlich nicht sein…

Das ist eines der Rezepte, die ich verwendet habe. “Simple Kimchi” beim Zero Waste Chef. Obwohl ich echt müde war gestern nach der Arbeit, habe ich mich zusammengerissen, denn der Kohl drohte zu verwelken, und ich wollte nichts wegwerfen, nachdem ich es extra dafür erst gekauft hatte.

Ich habe die speziellen Chili-Würzflocken nicht gehabt, deshalb ist mein Kimchi gar nicht wirlich rötlich, denn ich habe gestossene Chilis pur verwendet, und davon darf natürlich nicht so viel rein!

Konmari geht weiter

Ein Glas Tee mit einem Herz aus Fahrradkette und daneben Das Buch Magic Cleaning von Marie Kondo.
Ein Glas Tee mit einem Herz aus Fahrradkette aufgedruckt, und das Buch “Magic Cleaning” von Marie Kondo.

Eine Hörerin meines Strickpodcasts, Dorit, hat mir – so nett! – das Buch von Marie Kondo geschickt, das sie nicht mehr braucht. Ich lese es gerade und bin noch beim Vorgeplänkel, bzw. der Theorie, aber schon die ist sehr interessant. Hier erklärt sie, warum sie nach Kategorien aufräumt und nicht nach Räumen, oder auch, warum Wegwerfen alleine nichts nützt. Sich aufs Aussortieren zu konzentrieren, und Dinge wegwerfen hat bei ihr gar nichts gebracht, und das liegt daran, dass man den Fokus nicht darauf legt, was man eigentlich gut findet und behalten möchte.

Ich kann das nur bestätigen. Ich habe auch mal bei einer minimalistischen “Ausmist-Challenge” mitgemacht, und ich miste durchaus gerne aus. ABER ich ging neulich durch meinen Raum und suchte nach Dingen, die ich nicht mehr brauchen würde, und ich fand nur sehr wenig, irgendwie fünf kleine Teile, irgendwelcher Tand, super nutzlos, aber durch ihr Verschwinden war gar nichts gewonnen. Wirklich alles raus räumen und durchsehen, was ich bei mir behalten will, DAS hat einiges gebracht und dabei ist (ich habe mit Wäsche und Hosen angefangen) jetzt schon so viel Platz frei geworden.

Der Verstand sagt, eigentlich müsste ich ja auch anders zum Ziel kommen – aber die Praxis zeigt, dass es nicht so ist. Oberflächlich über einen Raum drüber scannen, um zu sehen, was weg soll: Bringt wenig und z.B. die Stauräume in den hinteren Schubladen oder unterm Bett kümmert’s wenig.

Bye Bye Schals

Ich habe beim Aufräumen im Schrank beschlossen, dass all meine Baumwoll- und Seidenschals, allesamt Geschenke, mich verlassen werden. Klar sind die schön. Deswegen haben nette Leute sie mir über die Jahre vielleicht auch geschenkt. Aber ich kann sie nicht gebrauchen und trage sie nie. Zwei Seidenschals habe ich an eine Kollegin weitergereicht, und jetzt habe ich noch drei, die ich versuche, über Ebay Kleinanzeigen zu verschenken.

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ein Rosa gestreifter Webschal liegt auf einem grünen Polster.

Aber grade geht es mit den Schals eher nach dem Motto “Ilse Bilse, keiner will se”. vielleicht taugen sie noch als Futterstoff für irgendwelche DIY Taschennähprojekte.

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