Vestkyststien, Tag 15: Von Sæby nach (fast) Aalborg und die Rückreise..

Der letzte richtige Tourtag, es ist der 27. Mai 2018. Geplant ist, an einem Naturlagerplatz ganz nahe bei Aalborg zu zelten, so dass wir morgen rechtzeitig und stressfrei beim Zug nach Hause sind.

Wir waren als erste auf und machten uns Kaffee. Später machten wir noch Kaffee für die Anderen und dann gab es noch genug heißes Restwasser für ein Luxusporridge mit einer ganzen Tafel weißer Schokolade drin. Wir packten dann zusammen und ich tauschte mit Rolf Adressen aus, denn ich habe ihm ein Paar handgestrickte Socken versprochen.

Heute bewölkt sich der Himmel und wir haben erheblichen Rückenwind. Die ersten 20km geht es wieder an der Hauptstrasse entlang, dann schwenkt der Weg ein wenig übers Land. In Asaa gibt es ein Hafenhaus mit einer ausgestatteten Küche, Sofas, und Bibliothek, und wir machen eine Pause, weil es sowieso anfängt, zu regnen.

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nicht so spannend: der Weg nach Süden auf einer geraden Landstrasse

Dann fahren wir weiter nach Hals, wo der dünne östliche Arm des Limfjord überquert werden muss, und erwischen die Fähre wieder haargenau. Sehr gut!

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Blick von der Fähre in Hals zurück an die Anlegestelle mit roten Lagerhäuschen. Es ist graues Wetter.
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Das Fahrrad an die Fährenwand gelehnt, als wir über eine schmale Stelle des Limfjord fahren.

Drüben fahren wir ohne Bikeline Karte, denn wir verlassen den Nordseeküstenradweg (der hier sowieso nicht an der Nordsee entlang führt) und finden uns dank Radwegen und Ausschilderung gut zurecht. Wir fahren nach Sejlflod und finden den Lagerplatz, aber es ist ein Shelterplatz mitten auf einem fein gemähten Rasen im Dorf, bei den Sportplätzen. In Deutschland hätten wir das dankbar genommen, aber in Dänemark sind wir verwöhnt und wollen lieber mehr in die Natur.

Sejlflod Shelterplatz
Der Shelterplatz in Sejlflod und mein bepacktes Rad
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südlich des Limfjord radeln wir an einer Landstrasse, die sich durch Wiesen schlängelt.
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Ein Baum am Fjord mit einer Wiese mit vielen weissen Blütendolden

Es fängt wieder an zu regnen und regnet sich ein, und wir hüllen uns in die Regensachen. Ein ebenfalls naher Platz an Aalborg ist die Lyngby Plantage, die 8.5 km weit entfernt ist von hier. Wir strampeln den steilen “Kirkebakken” hoch, tanken Wasser bei der Kirche und dann schieben wir die Räder einen groben Schotterweg hoch auf eine weitläufige Hochebene. Zwei Rotznasen mit einem Mofa knattern pubertär johlend an uns vorbei.

Als wir dann oben sind, müssen wir quasi für 5km nicht mehr in die Pedale treten, sondern rollen mit super Aussicht auf die Bucht von Aalborg sanft bergab. Dann müssen wir ein Stück auf einer häufiger befahrenen Landstrasse fahren, und selbst hier bleiben die dänischen Motorisierten entspannt und rücksichtsvoll. Ich sehe ja schon immer mein ganzes Leben an mir vorbeiziehen, wenn ich auf einer Landstrasse von hinten einen Motor höre. Daher könnte ich sowas in Deutschland gar nicht machen, und auch in Schweden ging es schon mal sehr schief, vom Radweg abzuweichen, auch nur für 2 km.

Kirkebakken
Rauf geht es auf den Kirkebakken, der Schotterweg ist nicht der beste.
Rolling
Wir rollen bergab in Richtung Aalborg, 5 km nur rollen.

Wir finden den Lagerplatz ohne Probleme, er liegt in einem hübschen Mischwald und hat eine Feuerstelle und einige Shelter. Das Wetter bessert sich und dann kommt sogar die Sonne raus! Wir kochen Pasta mit Tomatensauce zum Abendessen und hauen uns wieder zeitig ins Bett.

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Abends im Wald bei Aalborg, die Sonne gibt nochmal alles nach einem regnerischen Tag.
Avondeten
Das letzte Mal draußen kochen auf dieser Tour: Zwiebeln und Knoblauch geschnitten, und die Tomaten.

Die Rückreise am nächsten Tag war, “Sänk ju for träwelling wis Deutsche Bahn”, sehr stressig und wir hatten viel Verspätung, unangemeldete Gleiswechsel und einen kaputten Zug. Daher schreibe ich darüber lieber nichts, höchstens, dass wir mit Müh und Not irgendwie nach Hause kamen.

Und dass wir in Aalborg auf die Reste des Karnevals gestossen sind, der am Vortag stattgefunden hatte.

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Ein rosa bemaltes Krankenhausbett und ein golden Besprühter Kinderwagen, die als Fahrzeuge im Aalborger Karneval benutzt worden waren.

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