Müllvermeidungs-Challenge, Tag 20: Second Hand

Eigentlich ist die heutige Aufgabe “Go to the thrift shop”. Bei uns ist Sonntags aber der “Thrift Shop” zu, deshalb war das nicht so möglich. Aber ich habe im Januar, und auch schon im Dezember, erfolgreich 2. Hand gekauft und verkauft, über ebay Kleinanzeigen.

Als am Weihnachtsabend mein Repeater kaputt ging, habe ich einen von einem Freund geliehen bekommen, und der hat auch (leider erfolglos) versucht, den Repeater zu reparieren. Daher habe ich ihn kürzlich, also jetzt Mitte Januar, durch einen gebraucht gekauften ersetzt.

Was ich schon losgeworden bin: Ein paar Bücher, ein Sack Waschnüsse (ich mag die einfach nicht, und er war sehr, sehr alt), eine Computermaus.

Ich habe mir Baumwollputzlappen genäht

Weil ich vor kurzem den Wäscheschrank aussortiert hatte: Aus einem ausgedienten Bettbezug habe ich mir über 50 Putztücher genäht. (1 Bezug zerschnitten und alles umsäumt) Das sind eigentlich viel zu viele. Deshalb werde ich sie unter Befreundeten verschenken, und nur die behalten, die ich brauche.

Ich brauche auf jeden Fall einige Putzlappen zum Fahrrad putzen, dann eignen sie sich auch gut als Brillenputztücher, und so als Wischtücher sind sie bestimmt auch okay.

Auf meinem Schneidetisch hübsch gestapelt sind Putztücher aus geblümtem beigen Baumwollstoff. Sie sind in Bündelchen mit je 6 Tüchern zusammengefasst, und ganz vorn liegen meine Werkzeuge: ein Lineal und der Rollschneider. Gerade Dinge schneiden zum nähen ist so viel geiler damit!
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Müllvermeidungschallenge, Tag 19: Müllfrei im Restaurant essen (hab ich ausgelassen)

Ja. Wie die Überschrift schon sagt, habe ich das ausgelassen. Das bezieht sich darauf, sich einen eigenen Mehrwegstrohhalm mitzubringen und vielleicht sogar eigenes Besteck und eigene Servietten und das mit dem Servicepersonal abzuklären.

Um ehrlich zu sein: Das ist mir dann doch zu peinlich und zu entwürdigend. Ich finde es unhöflich dem Servicepersonal gegenüber. Weil ich wegen einem einzigen Strohhalm oder der Papierserviette keinen Aufriss machen möchte, der meinem Gegenüber vermittelt: “Meine Müllvermeidungs-Korinthenkackerei geht mir über alles.” Ich bin in einem Restaurant ja auch zu Gast, und ich bezahle zwar für das Essen, aber ich möchte schon auch den Gastgebenden nicht das Gefühl geben, ihre Dinge wären mir nicht gut genug.

Ich verstehe halt auch einfach, wenn Restaurants Einmalservietten verwenden. Es ist hygienisch und spart die Wascherei, man hat keine Sorgen, dass Flecken nicht raus gehen, etc. Irgendwie fühle ich mich undankbar und unhöflich, wenn ich das ablehne und meine eigene Stoffserviette heraushole.

Beim Strohhalm kann ich mir schon eher vorstellen, ihn abzulehnen, weil die meisten Dinge kann ich ja auch ohne Strohhalm trinken. Mir einen Glas-Strohhalm kaufen kommt aber nicht in Frage, weil das wäre einfach nur ein ewiges “Stehrumchen”, das nur zu den seltenen Gelegenheiten, wenn ich auswärts esse, zum Einsatz kommt.

Wenn ich was zum Mitnehmen bestelle, habe ich ja meine Tiffin Lunchbox, über die ich im Januar schon öfter gebloggt habe, und Stoffbeutel. Und das finde ich sehr viel sinnvoller, weil da werden schon grössere Mengen an Müll vermieden als mit ner einzigen Serviette.

Im Restaurant (ok, nicht in Fastfood-Buden, aber die meine ich grade gar nicht) gibt es ja alles in Keramikgeschirr und mit richtigem Besteck, Gläser sind aus echtem Glas, usw. Die eine Stoffserviette geht da einfach schon ok.

Deo-Update

Gestern habe ich ja selbst Deo aus Natron, Stärke und Sheabutter gemacht und ich muss sagen: Es funktioniert total krass gut! Es entsteht wirklich kein Schweißgeruch! Und sogar den ganzen Tag.

Allerdings lässt sich das Deo schwer auftragen, weil die Konsistenz doch sehr hart geworden ist, ich habe zu wenig Sheabutter verwendet. Und ich würde es wegen dem basischen Natron auch nicht jeden Tag benutzen wollen. Im Alltag reicht mir auch Waschen.

Aber für den “Dann und Wann” Einsatz, z.B. wenn ich einen Tattoo-Termin habe, wo sich jemand dann stundenlang über mich beugt, möchte ich schon ein funktionierendes Deo haben.

Müllvermeidungs-Challenge, Tag 18: Selber Deo machen.

Ich habe es tatsächlich getan: Selbst diese Natron/Stärke/Kokosnussöl-Creme gemacht, die als Deo taugen soll. Obwoooohl Leute mir gesagt haben, dass diese Cremes auch die Haut reizen können und obwoooooohl Leute gesagt haben, dass sowohl die gekauften, als auch die selbstgemachten nicht so dolle sind.

Weil: Die Zutaten sind wirklich ultra billig und ich hatte ein leeres Aufstrich-Glas und alles war sowieso im Haushalt vorhanden. Wenn es jetzt wirklich so gar nicht gut ist, habe ich nichts verloren.

Weil ich mich nicht rasiere, ist meine Haut unter den Armen auch viel weniger empfindlich, ist jedenfalls mein Eindruck. Ich hab mich mal rasiert, und das führte dazu, dass ich ungemein empfindlich wurde.

Diese Deo-Kristalle sollen übrigens genauso Aluminiumhaltig sein wie manche Industrie-Deos, sie bestehen aus Alaun, das nichts anderes ist wie Aluminiumsalze. Also habe ich von der Benutzung meines mehr als 15 Jahre alten Deokristalls, den ich aus Zero-Waste-Gründen ausmottete, nun doch wieder abgesehen.

Ich habe dieses Rezept von dem Blog, das auch die Challenge hostet, benutzt: https://zerowastechef.com/2014/08/27/diy-deodorant/

Ein Gläschen beschriftet mit “Deocreme” und dem Datum, steht auf einer Nähmaschine rum.

Ich habe das Ganze dann zum härten raus auf den Balkon gestellt. Jetzt ist es wirklich sehr, sehr hart. mal sehen, ob es so bleibt, oder bei Zimmertemperatur wieder etwas weicher wird. Der Duft ist ganz okay, er könnte etwas kräuteriger sein, aber er ist ok.

Bei dem Rezept habe ich statt Maisstärke Weizenstärke verwendet, und statt Kokosnussöl habe ich raffinierte Sheabutter genommen. Da stand, man soll nur so lange Öl dazugeben, bis man die Konsistenz mag, und ich fand, die Creme wurde schon fast zu weich. Jetzt ist sie steinhart, na toll, haha. Hm. Ich hätte daraus einen Deo-Stick machen können! Zu spät jetzt.

Lesestoff zu Marie Kondo von Creatrix Tiara

Ich habe heute auf Mastodon diesen Link reingereicht bekommen, es ist ein Google Dokument von Creatrix Tiara, wo sie sich in einem sehr langen Essay mit einer Rezension von Marie Kondos Buch befasst. Ich habe es noch nicht durchgelesen, aber angefangen. (Es ist auf Englisch)

Ich finde es sehr spannend, was sie zu sagen hat zu der Methode, und was diese Methode speziell queeren, marginalisierten Menschen zu geben hat. Sie redet über neurodivergente Menschen und was für Konfrontationen mit sich selbst der Prozess auslösen kann. Sie schreibt von sich selbst, und es ist spannend, ihre eigenen Erfahrungen als queere, marginalisierte Person mit der Konmari-Methode zu lesen.

Müllvermeidungs-Challenge Tag 17: Shampoo

Ich habe das Thema Duschen und Haarewaschen bisher vermieden, denn ich habe eine umfangreiche Sammlung an quietschbunten, verschieden duftenden Duschgelen. Alles in Plastikflaschen. Bis das alles mal alle ist, dauert es noch etwas.

Aber wenn es so weit ist, werde ich meine Haare wahrscheinlich mit irgendeiner Haarseife waschen. Ich glaube, ich werde auch weiterhin meine Haare kurz halten, dann brauche ich auch wenig zum Pflegen.

Doch halt! Ich habe mir ja 2018 ein Kilo Lavaerde (im Karton) angeschafft, um auf Fahrradtouren die Sonnencreme abzubekommen, wenn man keine sanitären Einrichtungen hat und auch die Umwelt nicht mit Tensiden belasten will. Vielleicht nehme ich einfach die.

Ich hab meinen/unseren Wäscheschrank gekonmarit

Ich und mein Partner haben neulich drüber geredet, wie wir gar keinen Überblick mehr haben, was von unseren Bergen an Bettwäsche “noch gut” ist, und was weg kann.

Also habe ich heute den Wäscheschrank ganz klassisch komplett ausgeräumt, alles in die Hand genommen, und das, was ich behalten will, schön gefaltet und geordnet in den Schrank zurückgepackt. Es ist viel neuer Stauraum frei geworden, würde ich sagen.

Die Rosenblätter haben im Blog von Vielen einen spannenden Post über Ausmisten und Minimalismus geschrieben.

Ich habe mir in letzter Zeit oft Gedanken gemacht, ob man zum Ausmisten können Geld haben muss. Um sich das, was man rauswirft, dann wieder neu anschaffen zu können, wenn man es doch wieder braucht.

Ich habe nicht viel Geld.( ich habe lieber mehr Zeit, aber auch damit ist es nicht so weit her, denn im Handwerk wird man nicht grad reich). Daher kann ich seit vielen Jahren davon reden, dass ich durchaus ausmisten kann, obwohl ich wenig Geld habe. Zum Beispiel die Bettwäsche jetzt: Vieles, was wir haben, haben wir von anderen geschenkt bekommen, die ihrerseits ausgemistet haben. Einiges haben wir dazu gekauft, z.B. Spannbettlaken.

Davon sind einige einfach verschlissen gewesen, auch Bettbezüge waren zum Teil super oll, so, dass ich davon eigentlich nicht mal etwas weiter verschenken kann. Wir haben vor 10 Jahren mal neue Bettwäsche gekauft, weil wir nie sowas hatten, und trotzdem die alten, geschenkten Sachen behalten.

Das führte dazu, dass der Schrank einfach viel zu voll war, und das, was wir so “aufhoben” “für später” war eigentlich zum Großteil völlig unbrauchbar: vergilbt, fadenscheinig – wenn echt mal Besuch kam, hätten wir das gar nicht benutzen können, weil es doch zu beschämend gewesen wäre.

Nein, sowas rauszuwerfen, damit machen wir uns nicht arm. Das fraß nur Schrankplatz und sogar einen selbstgestrickten Pullover – denn als ich aussortierte, tauchte auf einmal ein lang vermißter Pulli von mir wieder auf. Zum Glück unversehrt und nicht mottenzerfressen. Er war bestimmt 4 Jahre unter Bettwäsche vergraben gewesen. Da kannste mal sehen!

Der aufgeräumte Schrank: Die Bettwäsche ist auf eine Größe gefaltet, die Laken sind in einer orangen Postkiste, für die ich bislang gar keine Verwendung hatte, und die Socken in einem Karton gelandet.

Müllvermeidungs-Challenge #16: Bambuszahnbürste

Nein. Da mach ich nicht mit. Ich weiß, Zahnbürsten verursachen auch viel Plastikabfall, aber ich persönlich habe mir vorgenommen, mich auf Einwegplastik zu konzentrieren und das möglichst zu eliminieren. Zahnbürsten sind für mich kein Wegwerfprodukt, weil sie monatelang halten, und danach verwende ich sie noch für die Fahrradreinigung (ein Fahrrad hat SO viele verwinkelte Bauteile, es ist unfassbar), zum Haarefärben, um unzugängliche Stellen im Haushalt zu reinigen, und vielleicht fällt mir noch mehr ein.

Außerdem hab ich hautpsächlich eine elektrische Zahnbürste, die mir auch sehr wichtig ist und wo nur der Bürstenkopf ausgetauscht wird, was eh schon weniger Müll macht als Handzahnbürsten. Daher fällt bei mir eh nur 1x im Jahr eine Handzahnbürste als Müll an, wenn überhaupt.

Auf die elektrische verzichte ich nicht: Ich hatte jahrelang große Probleme mit der Zahnhygiene und mein Gebiss ist leider entsprechend kaputt, jetzt habe ich eine Routine gefunden, mit der meine Zähne zwar nie wieder gesund werden, aber immerhin nicht noch mehr kaputt gehen.

Auch Zahnseide verwende ich weiterhin die in den Plastikbehältern, es ist recht viel drin, bis das wirklich mal leer wird, dauert es lange. Ich benutze die mit den aufquellenden Fasern, die reinigt ganz gut in den Zwischenräumen, und die Zwischenräume sind meine NEMESIS.

Never change a working system!

Müllvermeidungs-Challenge, Tag 15: Such dir Seife am Stück

Ich hatte früher immer Seife am Stück, und das hat sich erst vorletztes Jahr geändert, als ich mich mit schlimmligen Holz-Seifenablagen rumgeärgert habe, und dann kurzerhand einen Spender für Flüssigseife gekauft hatte.

Dann hat ein Kollege für die Bäckerei Flüssigseife bestellt, und in einem Gebinde waren immer 6 große Flaschen. Er dachte, er bestellt 6 Flaschen, aber er hat 6 Gebinde bestellt, und dann saßen wir auf dieser Riesenmenge, und haben sie unter uns aufgeteilt. Es ist eine lecker duftende Oliven-Zitrus-Seife, die ich noch aufbrauche.

Dann werde ich irgendwann wieder zur Seife am Stück zurückkehren, und mir wahrscheinlich einen Seifenspender an die Wand schrauben, der aus Keramik ist. Angeschraubt werden muss der dann schon, sonst fällt er runter und geht dabei kaputt. Vielleicht finde ich auch einen rostfreien aus Metall.

Ich habe Nudeln gemacht und getrocknet!

Gestern hab ich ausserdem Nudeln selbstgemacht. Diesmal ein Rezept für vegane Nudeln. Ich war damit nicht so zufrieden, sie wirken sehr filigran, obwohl ich dachte, ich hätte sie nicht zu dünn ausgerollt. Ich habe sie bei niedriger Temperatur im Backofen getrocknet. Vielleicht hatte ich auch das falsche Mehl. Nächstes Mal mache ich sie nur aus Hartweizengrieß und Wasser, oder ich versuche, im italienischen Feinkostladen das Mehl “Tipo 00” zu kriegen.

Aber hier sind sie, das ist mein Werk:

Ein Backblech voller selbstgemacher Farfalle Nudeln, die auf einem Haufen liegen.

Die Nudeln sind in ein großes Bügelglas gewandert.

Nachtrag: Syndikalista hat mir auf Mastodon den Tip gegeben, dass Nudeln ohne Ei etwas dicker werden müssen, und ich habe bisher immer nur Nudelteig mit Ei gemacht. Gut zu wissen!

ZW Challenge Tag 13: Kauf Brot im Stoffbeutel

Das ist natürlich etwas unpraktisch, weil Sonntag ist.

Ich bin Bäckerin und deshalb muss ich kaum Brot kaufen, und wenn ich welches mit heim nahm, habe ich es früher oft schändlich in eine Papiertüte gepackt. Das hat sich inzwischen auch geändert, denn ich habe immer meine Stoffbeutel dabei! Yeah!

Das war jetzt ein eher kurzer Eintrag, und morgen gibt es auch nichts, denn da geht es um Zero-Waste-Menstruationshygiene, und das brauche ich ja nicht mehr.

Vielleicht blogge ich morgen trotzdem, denn meine Aufräumeritis geht ja weiter.

Bis dann!

Kaufnix und Aufräumen

Markttag

Heute wäre bei meiner Zero-Waste-Challenge dran gewesen, eine Wanderung zu unternehmen. Aber das klappt nicht: Gestern hatten wir eine anstrengende Backschicht, ich habe bis 11 geschlafen und das war eh schon zu kurz, und dann war heute der Markttag, wo wir immer für die Woche das Gemüse und den Käse einkaufen.

Am Käsestand sind wir von einem anderen Kunden gelobt worden, weil wir eine Glasdose dabei hatten, er fand das voll gut. Draußen hat es geregnet und ich hoffe, es wird noch viel mehr regnen diesen Winter, damit sich die Böden gut vollsaugen und wir, bzw. die Pflanzen, es besser überstehen, wenn wir noch so einen trockenen Sommer bekommen sollten. Ich hätte ja Lust auf einen sonnigen Sommer. Es muß aber bitte nicht ganz so trocken sein wie der 2018. Und dafür ist Winternässe die beste Investition!

Aufräumen

Ich habe Klamotten aufgeräumt. Nicht alles, aber immerhin etwas. Los ging es damit, dass ich diese Aufräumserie mit Marie Kondo gucke, und dieses vertikale Aufbewahren von Stoffdingen interessant fand. Also habe ich meine alte Lasagneform, aus der die Beschichtung leider abgeht, rausgenommen und die Stoffbeutel zum einkaufen gefaltet und vertikal da rein gepackt, damit man sie alle schön sieht.

All die Stoffbeutel sind jetzt schön gefaltet in einer alten Lasagneform.

Daneben habe ich immer eine Papiertüte gehabt, in der all meine Stricktücher und Schals reingestopft waren. Die habe ich dann gefaltet und in eine Box aus Flechtwerk einsortiert, so dass ich sie alle sehen kann. Die Box musste aber auch erst mal frei werden, deshalb ging ich an meinen Klamottenschrank und habe Hosen aussortiert.

Ich hab gar nix zum anziehen! Und das ist okay.

In dieser Marie-Kondo-Serie haben die Leute immer riesige Berge mit Kleidung, und sortieren sich da durch, bis sie eine nette Kollektion übrig behalten, die sie mögen. Bei mir ist die Hosensituation sehr anders. Ich hatte quasi nur noch Hosen, in die ich gar nicht mehr rein passe, die ich einfach vergaß, mal auszusortieren, und dann habe ich noch vier Hosen, in die ich reinpasse, und diese vier Hosen habe ich 2017 und 2018 neu gekauft. Davon ist noch eins eine Sommerhose, und eins ist eine Hose, die ich irgendwie “schonen” will, weil sie teuer war (so ne Fjällräven-Outdoorhose). Das bedeutet: Ich hab grade 2 Hosen, wenn ich die eine nicht anhabe, hab ich die andere an.

Ich habe alle alten Hosen in eine Tüte gepackt und bringe sie demnächst in die Altkleidersammlung. Aber zwei der alten Hosen sind dafür zu schade. Das ist eine Outdoor-Funktionshose, die mit zu den langlebigsten gehört, die ich je hatte, und eine Zimmermannshose, die ich für teures Geld im Berufskleidungsladen erstanden habe. Beide passen mir ganz knapp nicht mehr, und vielleicht finde ich dafür Leute, die sie gerne haben würden.

Aber so im großen und Ganzen passt mir der Hosen-Minimalismus ganz gut. Ich dachte ja immer, mein Körper bleibt jetzt so, aber nur für den Fall des Falles, das das nicht so ist, macht es sich gut, Hosen auch wirklich abzunutzen, bevor man raus wächst. Und das geht kaum besser als wenn man nur zwei Hosen besitzt, und diese halt abwechselt.

Deshalb auch hier: Ich bleib bei #noBuy!

ZW Challenge, Tag 10: Lose Dinge einkaufen

Ich mach diese Challenge von “Zero Waste Chef” schon seit 1. Januar, so ein wenig just for fun. Heute ist “Day 10: Fill up on staples at the bulk bins” dran, was eigentlich soviel heißt, wie lose Grundnahrungsmittel einzukaufen. Scheinbar gibt es in den USA und Kanada “Bulk Stores”, wo Großpackungen eingekauft werden und man die Lebensmittel dann lose kaufen kann, und das ist dann sogar billiger.

Nicht so in Deutschland! Das wäre ja auch viel zu einfach! Warum einfach, wenn man es auch bürokratisch und hochkompliziert haben kann! Denn Vorschrift ist Vorschrift und Dienst ist Dienst!

Deswegen gibt es hier erst seit Kurzem “Unverpackt-Läden”, und diese haben mit vielen Vorschriften und Auflagen zu tun. Das macht die Produkte dann eher teurer, als billiger. Zudem verkaufen hiesige Unverpacktläden fast ausschließlich Biowaren, wer also konventionelle Lebensmittel aus Kostengründen bevorzugt, hat Pech gehabt.

Wenn es möglich ist, kaufe ich Lebensmittel, die ich auch so unverpackt bekommen kann. Aber bei bestimmten Dinge, z.B. Hülsenfrüchten, gelingt mir das gar nicht. Auch Spülmittel oder Shampoo ist ebenfalls sehr schwierig, früher hatte fast jeder Bioladen Kanister da stehen, (das habe ich kürzlich schon mal geschrieben, oder?) aber das ist heute sehr aus der Mode gekommen.

Überhaupt war das Plastik vermeiden in der früheren Bio-Szene gang und gäbe. Unverpacktläden und Plastikvermeidung sind eigentlich gar nicht so neu. Nur, weil inzwischen die Bio-Szene so davon abgekommen ist, erscheint es vielen Leuten heute so, als wäre das etwas Neues.

Ich brauche heute gar nicht so viele Vorräte, denn ich bin noch ganz gut bestückt im Moment. Gerade ist mir ein großes Vorratsglas leer geworden, wo Nudeln drin waren. Allerdings sind mir die Nudeln im Unverpacktladen zu teuer im Vergleich zu verpackten Nudeln. Deshalb werde ich am Wochenende Nudeln selbst machen, trocknen und damit mein Glas nachfüllen.

Aber halt, dafür muss ich Hartweizenmehl besorgen! Das krieg ich zum Glück in der Bäckerei, also muss ich daran denken, ein großes Glas dorthin mitzunehmen.

Etwas war ich heute einkaufen: Dieses große Glas Kamillenblüten. Wir haben in Berlin einen “Bulk Store” für Kräuter, nämlich “Kräuter Kühne”. Allerdings verkaufen sie NUR in 100g-Einheiten, wer also Kräuter in eigene Behälter gefüllt haben möchte, muss welche haben, die groß genug dafür sind.

Das schöne, alte Glas stammt noch aus unserer früheren Gemeinschaftsküche, darin sind leckere, duftende Kamillenblüten.

ZW Challenge, Tag 9: Essensplanung

Heute hätte ich ja fast nichts geschrieben! Aber ich schreibe doch etwas, zur Zero Waste Challenge: Heute ist “Meal planning” dran. Etwas, das ich leider selten mache, aber was ich öfter machen sollte, denn es reduziert das Wegwerfen von Essen und man kommt eher dazu, auch dann mal was zu kochen, wenn man viel beschäftigt ist.

Wir hatten auch mal einen “ewigen Essensplan”, wo wir 3 Wochen Mahlzeiten geplant hatten, und das wiederholt sich ständig von vorne. Das haben wir aber nie wirklich lang durchgezogen. Wo genau der “Fehler” lag, weiß ich nicht, aber vielleicht liegt es auch nicht allen Leuten gleichermaßen.

Letzten Samstag haben wir etwas Gemüse auf dem Markt gekauft, und davon ist noch Weißkohl und rote Bete da, Sellerie und Möhren, ausserdem ein Brokkoli, der günstig war, und dann habe ich heute Süßkartoffeln in einem Gemüseladen im Angebot gesehen. Dann war es ein Leichtes, die nächsten Tage Essen aus diesem Gemüse zu planen, und für die Tage dazwischen noch irgendwelche einfachen Rezepte.

Dann habe ich mir noch notiert, was ich dazu noch besorgen muss. Es ist gar nicht so viel, das sollte doch stressfrei zu schaffen sein!

Außerdem habe ich heute meinen kaputtgegangenen Repeater ersetzt, aber nicht durch Neukauf, sondern ich habe ein gebrauchtes Gerät über Ebay Kleinanzeigen erstanden. Das ist echt super, und dann wirft jemand anderes ein unverwendetes Gerät nicht weg! Inzwischen hängt es schon an der Wand und tut ganz gut seinen Dienst.