Jetzt gehts mit #Konmari an den Stash, oweia

Heute ist es draußen nicht ganz so schönes Wetter wie die Tage davor. Ich habe mich eher drinnen umgetan und endlich meinen Stash ausgelüftet. Das wollte ich ja schon Anfang Januar tun, aber ich kam nicht dazu.

Ich dachte eigentlich, jedes Jahr lüfte ich meinen Stash und pflege ihn und ich mag auch alles, was darin ist. Dieses Jahr, durch meinen geschärften Blick auf Dinge, die ich wohl doch nur mitschleppe, habe ich meinen Stash mit anderen Augen gesehen:

Ich habe furchtbares Novelty-Garn! Das eine ist ein grau-puscheliges Plastik-Pannesamt-Würmchen-Garn, einfach ein Grauen, zwei sind so silbrig-bronzige-Plastik-Fusselmonstrositäten, und dann habe ich noch weniger schlimmes Garn, aber eben welches, das ich nicht gebrauchen kann: Ein dickes Baumwollgarn (drei Knäuel) das ich für einen Freund zum Rahmenstricken mitnahm, aber der wollte es dann doch nicht. Und eine Menge eigentlich sehr schönes Lopi-Garn aus Island, das ich beim Wolltausch bekommen hatte, aber wo ich mir eingestehen muss: Ich werde diesen Islandpulli ja doch nie stricken.

Das alles kommt also weg, die Novellitäten werde ich sogar einfach wegwerfen. Das Baumwollgarn kann ich bestimmt irgendwo hin spenden, es ist ja noch gut.. und das Lopi Garn findet hoffentlich auch ein neues Zuhause. In drei Knäueln habe ich Mottengespinste gefunden, eins habe ich dann weggeworfen und zwei habe ich erst mal zu Strängen gehaspelt, ausgeschlagen und dann ins Gefrierfach gepackt. Zum Glück ist das andere Garn, das mit dem Lopi im Behälter war, unbeschädigt, und das meiste Lopi ist ebenfalls clean.

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Mein Stash auf dem Boden ausgebreitet. Es ist nicht mal ganz so viel, wie ich dachte. Die letzten Jahre war es eigentlich immer mehr. Ich finde den Regenbogen aus Mini-Skeins so schön, vielleicht sollte ich versuchen, den zu irgendwas Regenbogigem zu machen?

Wie jedes Jahr habe ich wieder gemerkt, dass sich doch noch Garne finden, die noch kein Etikett haben, die noch nicht komplett eingepflegt sind oder die sogar gar nicht eingepflegt sind. (Natürlich die Ravelry-Datenbank). Jedes Jahr denke ich, ich habe sie alle erwischt und eingetragen und etikettiert, und dann war es doch noch nicht alles. Und ich rede hier nicht von Garnen, die ich 2018 erst gesponnen habe!

Flash your Stash
Das war übrigens mein Stash 2014. Vor 5 Jahren. einige Garne habe ich noch, aber vieles habe ich schon verbraucht. vom Volumen her hat sich der Stash 2019 eher.. verkleinert? Oder ist das eine optische Täuschung?

Da ich mein Garn schon lange vertikal in durchsichtigen Boxen lagere, bringt mir die Konmari Methode hier nichts Neues ins Haus. Aber weil ich 2018 doch einiges verstrickt habe, ist durch das komplett ausräumen und wieder einräumen etwas neuer Stauraum entstanden. Vielleicht kann ich sogar eine ganze Box für etwas anderes verwenden.

Und ich habe ein handgesponnenes Lacegarn gefunden, das so graubraun-olivgrün ist, so Armeefarben, leider so gar nicht wie ich das mag. Ich hatte es mir letztes Jahr zum Verstricken hingelegt mit einem Notizzettel dran “leider mag ich das Garn überhaupt nicht mehr”. Aber es ist handgesponnen und ganz weich! Die Lösung: Ich werde es dunkelblau oder schwarz überfärben, und dann mir die Augen ruinieren indem ich irgendeinen Gothic-Lacelappen daraus stricke!

Und mir sind zwei oder drei Ideen gekommen, was ich aus Garnen machen will, die mir beim Lüften in die Hände gekommen sind. Ich habe zwei schöne Garne für ein Tuchprojekt kombiniert, und rotes Tweed und graues Handgesponnenes für zukünftige Stulpen gebookmarkt. Und jetzt – ächz – muss ich noch ein paar Garne etikettieren und wenn alles fertig ist, nochmal die Meterzahlen checken, ich bin gespannt, was dann der aktuelle Stand sein wird.

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Erste Kaufnix Härten überwunden

Im 2. Monat meines Kaufnix-Jahres (die Regeln habe ich mir selbst ausgedacht und sie beziehen sich auf 4 Bereiche, es heisst nicht, dass ich 2019 gar nichts kaufen soll) gab es erste Härten.

Ich bekam von meinem benachbarten Outdoorladen einen Brief, in dem mir mein Bonus für 2018 mitgeteilt wurde. Man bekommt alles zusammengezählt, was man 2018 dort gekauft hat, und dann bekommt man Prozente, die man dann als einen Gutschein zugeschickt bekommt. Immerhin waren es stolze 24 Euro, die ich bekommen habe! Yay! (Ich glaube, der größte Posten 2018 waren zwei edle, große Ortlieb-Fahrradpacktaschen, und dann kam noch Kleinkram zusammen.)

Sofort hatte ich Lust, den Gutschein auf den Kopf zu hauen, denn obwohl ich 2019 kein Outdoor-Equipment kaufen darf, darf ich ja welches geschenkt annehmen, wa? Aber die Stimme meiner Vernunft sagte, es wäre unklug, den Gutschein jetzt zu verbraten, für irgendwas, wenn man ihn später vielleicht brauchen kann, um ihn für etwas Notwendiges zu benutzen. Vielleicht geht ja etwas kaputt und muss ersetzt werden. Also verkniff ich mir das sofortige Konsumieren, obwohl die eine flüssigkeitsdichte Edelstahl-Essens-Dose haben, die genau diese Summe kostet, und die ich sehr hübsch finde. HNARGS. Jedoch, nach inzwischen 4 Tagen nicht-shoppen kann ich eigentlich damit leben. Die Box wartet auch noch in 1 Monat auf mich, falls ich es gar nicht mehr aushalten könnte.

Das Andere war heute, als ich meinen Zahnärztin-Termin hinter mir hatte. Nichts schlimmes, nur eine Kassenkrone einsetzen lassen. Das Metall (es ist irgendwas mit Edelstahl) sieht echt schick aus, finde ich, und es hat keinen elektrischen Leit-Effekt wie früher das Amalgam. Kann man also echt mal machen, und ich muss *nix* dazu bezahlen! Ja, ich also aus der Praxis raus, und ich hatte Kauflust. Denn früher, als ich Zahnarzt-Angst hatte, habe ich mich nach Terminen immer mit ner Kleinigkeit belohnt, die ich mir dann gekauft habe. Das habe ich dann aber als nette Gewohnheit beibehalten. Also ging ich raus und dachte so: Hm, da ist so’n Lush Schuppen in der Nähe, ich könnte mir ja so ne unverpackten Hauptpflege-Sachen kaufen. Obwohl ich noch genug da habe, die ich aufbrauchen will! Ich bin auch da hart geblieben und es ging vorbei.

DIY Update: Ich habe Kimchi angesetzt!

kimchi making: ein glas mit geschnittenem chinakohl, rettich und gewürzen in brühe steht auf einer küchenanrichte und fermentiert vor sich hin
Hier steht mein Glas Kimchi-Ansatz, ich hoffe, es geht nicht kaputt, denn ein paar leichtere Gemüseteile steigen immer an die Oberfläche der Lake und da sollen sie eigentlich nicht sein…

Das ist eines der Rezepte, die ich verwendet habe. “Simple Kimchi” beim Zero Waste Chef. Obwohl ich echt müde war gestern nach der Arbeit, habe ich mich zusammengerissen, denn der Kohl drohte zu verwelken, und ich wollte nichts wegwerfen, nachdem ich es extra dafür erst gekauft hatte.

Ich habe die speziellen Chili-Würzflocken nicht gehabt, deshalb ist mein Kimchi gar nicht wirlich rötlich, denn ich habe gestossene Chilis pur verwendet, und davon darf natürlich nicht so viel rein!

Konmari geht weiter

Ein Glas Tee mit einem Herz aus Fahrradkette und daneben Das Buch Magic Cleaning von Marie Kondo.
Ein Glas Tee mit einem Herz aus Fahrradkette aufgedruckt, und das Buch “Magic Cleaning” von Marie Kondo.

Eine Hörerin meines Strickpodcasts, Dorit, hat mir – so nett! – das Buch von Marie Kondo geschickt, das sie nicht mehr braucht. Ich lese es gerade und bin noch beim Vorgeplänkel, bzw. der Theorie, aber schon die ist sehr interessant. Hier erklärt sie, warum sie nach Kategorien aufräumt und nicht nach Räumen, oder auch, warum Wegwerfen alleine nichts nützt. Sich aufs Aussortieren zu konzentrieren, und Dinge wegwerfen hat bei ihr gar nichts gebracht, und das liegt daran, dass man den Fokus nicht darauf legt, was man eigentlich gut findet und behalten möchte.

Ich kann das nur bestätigen. Ich habe auch mal bei einer minimalistischen “Ausmist-Challenge” mitgemacht, und ich miste durchaus gerne aus. ABER ich ging neulich durch meinen Raum und suchte nach Dingen, die ich nicht mehr brauchen würde, und ich fand nur sehr wenig, irgendwie fünf kleine Teile, irgendwelcher Tand, super nutzlos, aber durch ihr Verschwinden war gar nichts gewonnen. Wirklich alles raus räumen und durchsehen, was ich bei mir behalten will, DAS hat einiges gebracht und dabei ist (ich habe mit Wäsche und Hosen angefangen) jetzt schon so viel Platz frei geworden.

Der Verstand sagt, eigentlich müsste ich ja auch anders zum Ziel kommen – aber die Praxis zeigt, dass es nicht so ist. Oberflächlich über einen Raum drüber scannen, um zu sehen, was weg soll: Bringt wenig und z.B. die Stauräume in den hinteren Schubladen oder unterm Bett kümmert’s wenig.

Bye Bye Schals

Ich habe beim Aufräumen im Schrank beschlossen, dass all meine Baumwoll- und Seidenschals, allesamt Geschenke, mich verlassen werden. Klar sind die schön. Deswegen haben nette Leute sie mir über die Jahre vielleicht auch geschenkt. Aber ich kann sie nicht gebrauchen und trage sie nie. Zwei Seidenschals habe ich an eine Kollegin weitergereicht, und jetzt habe ich noch drei, die ich versuche, über Ebay Kleinanzeigen zu verschenken.

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ein Rosa gestreifter Webschal liegt auf einem grünen Polster.

Aber grade geht es mit den Schals eher nach dem Motto “Ilse Bilse, keiner will se”. vielleicht taugen sie noch als Futterstoff für irgendwelche DIY Taschennähprojekte.

Müllvermeidungs-Challenge Tag 17: Shampoo

Ich habe das Thema Duschen und Haarewaschen bisher vermieden, denn ich habe eine umfangreiche Sammlung an quietschbunten, verschieden duftenden Duschgelen. Alles in Plastikflaschen. Bis das alles mal alle ist, dauert es noch etwas.

Aber wenn es so weit ist, werde ich meine Haare wahrscheinlich mit irgendeiner Haarseife waschen. Ich glaube, ich werde auch weiterhin meine Haare kurz halten, dann brauche ich auch wenig zum Pflegen.

Doch halt! Ich habe mir ja 2018 ein Kilo Lavaerde (im Karton) angeschafft, um auf Fahrradtouren die Sonnencreme abzubekommen, wenn man keine sanitären Einrichtungen hat und auch die Umwelt nicht mit Tensiden belasten will. Vielleicht nehme ich einfach die.

Ich hab meinen/unseren Wäscheschrank gekonmarit

Ich und mein Partner haben neulich drüber geredet, wie wir gar keinen Überblick mehr haben, was von unseren Bergen an Bettwäsche “noch gut” ist, und was weg kann.

Also habe ich heute den Wäscheschrank ganz klassisch komplett ausgeräumt, alles in die Hand genommen, und das, was ich behalten will, schön gefaltet und geordnet in den Schrank zurückgepackt. Es ist viel neuer Stauraum frei geworden, würde ich sagen.

Die Rosenblätter haben im Blog von Vielen einen spannenden Post über Ausmisten und Minimalismus geschrieben.

Ich habe mir in letzter Zeit oft Gedanken gemacht, ob man zum Ausmisten können Geld haben muss. Um sich das, was man rauswirft, dann wieder neu anschaffen zu können, wenn man es doch wieder braucht.

Ich habe nicht viel Geld.( ich habe lieber mehr Zeit, aber auch damit ist es nicht so weit her, denn im Handwerk wird man nicht grad reich). Daher kann ich seit vielen Jahren davon reden, dass ich durchaus ausmisten kann, obwohl ich wenig Geld habe. Zum Beispiel die Bettwäsche jetzt: Vieles, was wir haben, haben wir von anderen geschenkt bekommen, die ihrerseits ausgemistet haben. Einiges haben wir dazu gekauft, z.B. Spannbettlaken.

Davon sind einige einfach verschlissen gewesen, auch Bettbezüge waren zum Teil super oll, so, dass ich davon eigentlich nicht mal etwas weiter verschenken kann. Wir haben vor 10 Jahren mal neue Bettwäsche gekauft, weil wir nie sowas hatten, und trotzdem die alten, geschenkten Sachen behalten.

Das führte dazu, dass der Schrank einfach viel zu voll war, und das, was wir so “aufhoben” “für später” war eigentlich zum Großteil völlig unbrauchbar: vergilbt, fadenscheinig – wenn echt mal Besuch kam, hätten wir das gar nicht benutzen können, weil es doch zu beschämend gewesen wäre.

Nein, sowas rauszuwerfen, damit machen wir uns nicht arm. Das fraß nur Schrankplatz und sogar einen selbstgestrickten Pullover – denn als ich aussortierte, tauchte auf einmal ein lang vermißter Pulli von mir wieder auf. Zum Glück unversehrt und nicht mottenzerfressen. Er war bestimmt 4 Jahre unter Bettwäsche vergraben gewesen. Da kannste mal sehen!

Der aufgeräumte Schrank: Die Bettwäsche ist auf eine Größe gefaltet, die Laken sind in einer orangen Postkiste, für die ich bislang gar keine Verwendung hatte, und die Socken in einem Karton gelandet.