Zero Waste Challenge Tag 3: mach dir ein Zero Waste Kit

Heute war die Aufgabe bei der “Zero Waste Challenge”, sich ein Zero Waste Kit für unterwegs aus Dingen, die man sowieso zuhause hat, zusammenzustellen. Das beinhaltet:

  • Eine Trinkflasche + eine wiederverwendbare Tasse
  • Stoffbeutel, um loses Gemüse, Snacks oder alle möglichen Dinge zu transportieren
  • ein paar Schraubgläser um Flüssigkeiten oder Aufstriche etc. zu transportieren, oder um sich Essen mitzunehmen etc.
  • Metallbesteck oder Essstäbchen
  • Stofftaschentücher
  • Eine Einkaufstasche

Brauch ich sowas überhaupt?

Ich habe so etwas nicht gehabt, und ich habe es bisher auch eigentlich nicht gebraucht. Ich habe vorher schon sehr selten bis nie einen Kaffee zum Mitnehmen irgendwo geholt. Und eine Trinkflasche habe ich (im Sommer zumindest) sowieso immer dabei. Bei Allem anderen habe ich mir angewöhnt, nach Bedarf Dinge mitzunehmen, z.B. wenn ich zum Stricktreff gehe, nehme ich meine Tiffin-Lunchbox mit, weil wir da meistens Essen zum mitnehmen holen, das sonst in Plastiktellern mit Deckel kommen würde. Besteck bekommen wir immer vom freundlichen Café, in dem wir uns treffen.

Auf Arbeit gibt es auch Besteck und Tassen und Teller, es gibt sogar meistens leere Schraubgläser, falls ich selbst nichts dabei habe ;)

Wenn ich gezielt einkaufen gehe, überlege ich immer, was ich brauche und welche Verpackungen ich selbst mitbringen muss. Das klappt so ganz gut, und 1-2 Stoffbeutel packe ich immer mehr ein, falls man doch mehr braucht.

Egal, ich mach es trotzdem, weils Spaß macht!

Aber ja, ich mag mir spaßeshalber ein solches Kit zusammenstellen, damit ich es beim Rausgehen schnappen kann und gerüstet bin für alle spontanen Vorhaben! Besonders haben es mir die Stoffbeutel für Gemüse aus alten Stoffsachen angetan. Also habe ich mir auch einige genäht:

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Meine Nähmaschine aus den 70er Jahren: Eine Bernina Minimatic 707. Sie näht klasse und es gibt heute noch Zubehör und Ersatzteile dafür.

Stoffbeutel
Die Stoffbeutel sind aus einer alten, bestickten Tischdecke. Weil die blauen Blüten leider mit einer durchbrochenen Stickerei ausgeführt sind, kann ich sehr kleine Körner wie Amaranth darin wohl nicht einfüllen – aber der Stoff war einfach zu schön um ihn nicht zu verwenden.

Ich habe also zur Arbeit ein paar Dinge mitgenommen. Die Lunchbox, einen Stoffbeutel, und meine Thermosflasche. Und siehe da, ich konnte etwas sogar gebrauchen! Weil es bei uns gerade übrige lose Butter gibt, habe ich mir davon etwas abgefüllt und das dann in der Box transportiert.

Ich habe Zitronen-Essig-Allesreiniger angesetzt

Außerdem hatte ich Konditoreischicht und habe Zitronenkuchen gebacken, und auch sonst verbrauchte ich einige Zitronen. Da fiel mir ein, dass ich ja einen Zitronenreiniger selbst ansetzen wollte, aus den Schalen. Aber ich hatte kein Glas mitgenommen, das war dann doch nicht der perfekte Zero-Waste-Kit bisher. Also nahm ich eine leere Milchflasche, die gab es zum Glück auch auf Arbeit, und füllte die ganzen ausgepressten Zitronenschalen da rein. Zuhause habe ich das dann mit Essig aufgefüllt, wie in dieser Anleitung beschrieben. Jetzt muss ich das Ganze noch 3 Wochen circa ziehen lassen.

Jetzt hab ich doch noch keinen Zero-Waste-Kit. Und warum?

Weil es ehrlich gesagt ganz schön nervt, ständig das schwere Glaszeug mitzuschleppen. “A few jars”, nur auf Verdacht, das finde ich nicht so gut. Dann lieber die metallene Tiffinbox, oder eine Plastikdose. Aber die nehmen wiederum ganz schön Platz weg, wenn sie leer durch die Gegend getragen werden. Stoffbeutel können dafür tatsächlich immer mit, die stören ja nicht. Und ich finde es eigentlich eine gute Idee, einen Löffel dabei zu haben. Und ein Taschenmesser habe ich eh dabei. Schon unabhängig vom Zero Waste Gedöns. Gabeln braucht niemand, wenn du mich fragst.

Ich muss die Idee des “Zero Waste Kit” meinen Bedürfnissen anpassen.

Mein persönlicher Zero-Waste-Kit

  • 1-2 kleine selbstgenähte Stoffbeutel
  • 1-2 Stoff-Einkaufsbeutel
  • eine dichte Plastikdose und/oder ein Schraubglas.

Das Andere Zeugs, also die Trinkflasche, Tasse, Besteck, Taschentücher… das sind eher so Dinge, die ich sowieso mitnehmen würde, wenn ich mich länger draußen aufhalte und Hunger + Durst bekommen würde. Deshalb lasse ich sie aussen vor und beschränke mich auf Behälter und Taschen, um z.B. auf dem Arbeitsweg noch spontan ein paar Besorgungen machen zu können.

Ein Kit ist kein Alleskönner

Auch wenn man so eine “Kleinsammlung” hat, beim “richtigen” Einkaufen wird trotzdem Vorplanung nötig sein: Was krieg ich wo, was muss ich an Verpackungen selbst mitbringen, Reihenfolge, etc.

Jetzt im Winter hänge ich sowieso weniger draussen herum, deshalb muss ich mich da später im Jahr mal beobachten, ob ich Dinge wie eine Mitnehmtasse, Besteck, usw. überhaupt brauche, und vielleicht ein zweites Set zusammenstellen.

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