ZW Challenge, Tag 6: Plane zu kompostieren

Ich mache die “Zero Waste in 31 days” Challenge, und heute ist Tag 6. Die heutige Aufgabe ist: Plane, wie du kompostieren wirst.

In unserer Stadt Berlin haben wir das Glück, dass es Biotonnen gibt, so dass ich mich nicht selbst um das Kompostieren kümmern muss.

Tour märkische Schweiz 3/17
Auf einer Radtour im März 2017 bin ich am Kompostwerk Trappenfelde vorbeigefahren. Hier sieht man den Eingang und viele Komposthaufen, die nach ganz hübscher Erde aussehen. Ich weiß aber nicht, ob hier auch die Abfälle aus Berlin landen, denn Reterra gehört nicht zur BSR, sondern zu Remondis. Das ist ein ganz schön grosses Geschäft, das Müllgeschäft.

Die BSR hat hier eine Info-Seite über ihre seit 2013 gebaute Biogasanlage. Dort behaupten sie, dass Biogaserzeugung klimafreundlicher ist, als die organischen Abfälle direkt zu kompostieren. Die BSR betreibt ihre Müllabfuhr-Lastwagen mit diesem Biogas. Die Rückstände werden als Dünger verwendet oder kompostiert.

Eine Übersicht darüber, wie das mit dem Bioabfall in Berlin abläuft, gibt die BSR hier auf ihrer Webseite. Biogut: organischer Abfall mit Mehrfach-Nutzen

Wenn ich nicht alles bei der BSR abgeben wollte, könnte ich auch gut sortierten Bioabfall in einem Gemeinschaftsgartenprojekt zum kompostieren abgeben. Leider ist die Gemeinschaftsgartenbewegung in Berlin in den letzten Jahren schwächer geworden, ist mein Eindruck. Es gab mal viele Gärten, aber die Leute mussten viel mit Vandalismus und Spießbürgertum kämpfen, und wenn die Bezirke dann auch noch gemauert haben und den Gärten das Leben schwer gemacht haben, war es kaum noch möglich, das Gärtnern aufrecht zu erhalten.

Ich bin selber aus dem “Rosa Rose Garten” weggegangen, weil ich die ständige Negativität aus der Nachbarschaft, die Ignoranz und das “Verdursten lassen” seitens des Bezirksamtes, und den Vandalismus, dem Jahr für Jahr fast alles Gemüse zum Opfer fiel, nicht mehr ertragen konnte. Mein großer Respekt für Alle, die trotz aller Umstände den Garten am Leben erhalten haben.

Soweit ich das mitbekommen habe, hat das Bezirksamt die Fläche des Gartens kürzlich planiert, und die Gartenhütte abgerissen. Es macht mich unglaublich wütend. Auch der Garten am Wriezener Bahnhof, den es 2011 noch gab, scheint nicht mehr da zu sein. Als ich im Oktober dort spazieren ging, gab es jedenfalls keine Anzeichen von urbaner Gärtnerei mehr. Auch die Webseite des Gartenprojekts dort funktioniert gerade nicht.

Vor 8-10 Jahren wollten alle urban gärtnern. Jetzt vermeiden alle Plastik, und viele Gärten sind verschwunden. Es ist sehr schade, dass alles in kurzfristigen Hypes und Wellen kommt, und die “alten Wellen”, die auch gut waren, so verebben..

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