Konmari Update, Juli 2019

Seit Januar mache ich ja einen Durchgang meiner Wohnung nach der Konmari Methode (so nennt Marie Kondo ihre Aufräum-Methode). Es ist aus zwei Gründen ein langer Prozess bei mir:

  1. Ich habe zu wenig Zeit um da so richtig reinzugehen, dieses Jahr stecke ich ganz schön viel in Arbeit und komme nur langsam voran damit, alle Dinge einer Kategorie auszubreiten und durchzugehen.
  2. Ich versuche gleichzeitig, wenig Müll zu erzeugen, und finde – entgegen Kondos expliziten Rates – neue Verwendungen und neue Orte für meine nicht mehr benötigten Dinge. Das Buch ist hier etwas zwiespältig: Einerseits rät sie davon ab, jedem Ding ein neues Zuhause zu suchen, weil es den Fortschritt des Prozesses zum Stillstand bringen könnte, andererseits schreibt sie sehr liebevoll von den Dingen und dass diese “weiterziehen” wollen. Und das spricht für mich nicht von der Müllverbrennungsanlage.

Das letzte Mal habe ich über das Aussortieren meiner Stoffe im März berichtet. Was als nächstes dran kam, war der Papierkram. Marie Kondo rät, nur das Nötige zu behalten, weil Papierkram nicht glücklich macht, insofern würde nur das bleiben, wo man von Staats wegen gezwungen ist, es aufzubewahren. Und das ist in Deutschland recht viel. In Japan scheint es da lockerer zuzugehen. Ich suchte im Internet nach Aufbewahrungspflicht von Dokumenten, und da wird geraten, sämtliche Lohnabrechnungen und Sozialversicherungsunterlagen für immer aufzuheben, wegen der Rente. Weil wenn denen was verloren geht, dann müsste man das selbst beweisen, wieviel man gearbeitet und verdient hat… ugh…

Das hat mich ganz schön abgeturnt. Und ich habe mich wochenlang vor dem Papierkram gedrückt. Die Aussicht, nicht vorgehen zu können, wie Kondo das rät, sondern doch viel viel mehr aufheben zu müssen, aufgrund der deutschen Rechtslage, hat nicht gerade Lust aufs aufräumen gemacht.

Irgendwann kaufte ich dann über ebay Kleinanzeigen einen gebrauchten Schredder und dann ging es doch los. Es wurde sehr interessant: Ich hatte unglaubliche Mengen von Mitschriften aus Uni-Zeiten, die ich nie wieder lesen würde, die aber einen Stehsammler neben dem anderen in meinem Bücherregal belegten. Obwohl ganz offen sichtbar, war mir das gar nicht so klar gewesen.

Handschriftliches habe ich geschreddert, und die Berge von Kopien in schlechter Qualität von unverständlich geschriebenen akademischen Texten habe ich so ins Altpapier getan. Meine Belege von Dingen, deren Garantie abgelaufen war, flogen raus, und auch uralte Kontoauszüge.

Insgesamt waren es doch wieder 15kg Papier, um die ich mich erleichtert hatte.

Nachdem der Papierkram erledigt war, kam der Prozess auch wieder ins Laufen. Ich glaube, danach bin ich an das Hobby-Papier gegangen: Also Zeichenblöcke, Dekopapier, Bastelpapier, und Kleinmaterial fürs Artjournaling.

Allerdings auch an meine schon gefüllten Zeichenblöcke. Da waren Mappen aus den 90er Jahren, mit zum Teil wirklich ganz schön miesen Zeichnungen und Malereien drin. Weil diese die Aura der Einzigartigkeit haben, habe ich nie etwas davon weggeworfen. Es sind eben nicht beliebig ersetzbare Konsumgegenstände. Und dennoch ist nicht alles behaltenswert. Einiges kann, weil es auf gutem Papier gezeichnet wurde, übermalt werden. Anderes war schlecht gezeichnet auf schlechtem Papier, ich habe es geschreddert, weil es so ins Altpapier tun war mir zu intim.

Von den bisher unbenutzten Blöcken und Papieren habe ich alles behalten. Letztes Jahr hatte ich eine grössere Menge gutes Aquarellpapier geschenkt bekommen, weil meine Mutter nicht mehr dazu kommt. Und von einer Strickfreundin einen ganzen Schwung Blöcke mit Aquarell- und Mixed Media Papier, weil sie das Hobby aufgegeben hat. Zwar habe ich derzeit ganz klar mehr Papier als ich benötige, aber ich fahre seit langem gut damit, guten Stash zu erst mal zu lagern.

Sollte wer in meiner Umgebung einen Zeichenblock benötigen, kann ich ihn immer noch weggeben, das ist besser, als jetzt krampfhaft wen zu suchen, der_die einen gebrauchen könnte, vielleicht irgendwann mal.

Ausserdem habe ich jetzt alle meine Blöcke, Skizzenbücher und Papiere an zwei Orten, wo sie sehr gut rein passen. Das macht mich sehr glücklich.

Das Phänomen des frei werdenden Platzes

Ich hatte vorher schon mein Zimmer aufgeräumt. Es war in sich – irgendwie – aufräumbar. Alles hatte einen Platz, und ich war auch schon die Jahre vor “Konmari” an Aufbewahrungslösungen interessiert, habe hier und da mal ein neues Regal angebracht, und alles immer verstaut bekommen.

So habe ich nicht bemerkt, wie sich meine Bude immer mehr füllt. Dass Dinge auf dem Boden in den Ecken zusammengestaucht waren, fiel mir nicht auf, denn es war ja in irgendeinem Winkel zusammengepfercht, und der Boden inmitten des Raums war frei.

Dass in den Regalen alles immer enger und enger zusammengedrückt war, fiel mir nicht auf, weil es so langsam vonstatten ging. Mit der Zeit hatte ich immer mehr begonnen, die ganze Höhe des Regalfachs auszunutzen, indem ich alles eng in Boxen stopfte und die dann in dem Regalfach stapelte.

Dadurch habe ich jetzt zwar tagelang Dinge aus meinem Zimmer geschafft, aber es dauerte Monate, bis wirklich Flächen und Fächer leer wurden. Die Dinge haben sich zunächst einfach etwas mehr ausgebreitet.

Das Phänomen des Dekorativen

Über viele Jahre hatte sich auch etwas anderes ereignet: Meine dekorativen, “magischen” Dinge sind von den funktionalen Dingen ebenfalls verdrängt worden. Ich habe in meinem Zimmer einen Altar, auf dem sich die heiligen und ansonsten nutzlosen magischen Dinge immer mehr drängelten, und was da nicht drauf passt, wurde in Boxen eingelagert und irgendwo in eine dunkle Ecke verbannt.

Nach den Papieren ging ich unter anderem auch an die “magischen und dekorativen Dinge”. Besondere Steine, die ich unterwegs gesammelt hatte, Treibholz, Halbedelsteine, Knochen, Keramikschälchen, Glöckchen, Glasperlen, Murmeln, alles mögliche. Davon flog auch eine ganze Menge raus, Erinnerungen an Zeiten und Orte, die mir inzwischen einfach nicht mehr wichtig waren. Ich konnte die Dinge nicht einfach in den Müll werfen, deshalb machte ich Spaziergänge und dekorierte meine Nachbarschaft mit schönen Steinen und Keramikschälchen.

Und seit ich mehr Platz habe, habe ich jetzt auch tatsächlich die Möglichkeit, meine übrige Deko auch als Deko hinzustellen, und sie nicht in Kisten wegzupacken, weil nirgends Platz ist, und sämtlicher Platz für Funktionales gebraucht wird.

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Das hier – ein kleines Schränkchen, auf dem jetzt ein Kessel mit meinen Spindeln und zwei Schalen mit Steinen und Muscheln stehen – war einmal eine Abstellfläche für meine Teekannen. Was auch irgendwie schön war, aber jetzt, wo meine Kannen erst mal einen anderen Platz haben, kann ich das Schränkchen auch mal für reine Deko verwenden. (Gut, die Spindeln sind keine Deko, sondern auch funktional, aber die Präsentation wirkt für mich sehr dekorativ.
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Das war die Woche..

Die “Zero Waste Challenge” des Januar ist vorbei, und ich dachte, ich rekapituliere mal, was ich sinnvoll fand und was nicht, was ich beibehalten habe und was ich noch machen möchte. Ich bin immer noch unzufrieden mit “Zero Waste” als Begriff, “Low Waste” fände ich besser, bzw. “Müllvermeidung”, denn komplett ohne Müll zu leben ist für mich nicht machbar, und auch gedanklich möchte ich den Druck nicht haben.

Was geklappt hat und bleibt von der Müllvermeidungschallenge

  1. Das Low Waste Kit. Ich habe es auf meine Bedürfnisse umgebaut, denn ich kaufe wenig Essen spontan unterwegs, und trinke auch nie Kaffee zum Mitnehmen. Ich erledige aber ganz oft noch schnell Einkäufe auf dem Heimweg von der Arbeit. Ich habe ein sauberes Schraubglas und mehrere Stoffbeutel in meiner Fahrradtasche dabei. Das ist nicht zu schwer und zur Gewohnheit geworden. Jetzt kann ich eben mal unverpackt Zeug einkaufen, das ist super!
  2. Fermentieren – das erste Sauerkraut, das ich angesetzt habe, ist sehr lecker geworden. Gerade geht es zur Neige, deshalb wäre es jetzt an der Zeit, das nächste Gemüse zu fermentieren. Ich würde ja gerne Kimchi machen, aber ich hatte viel zu tun und sehr viel gearbeitet, und komme gerade nicht dazu.
  3. Auf dem Markt einkaufen – es ist traurig, aber im Discounter bekomme ich ganz viele Sachen nicht plastikfrei, und auch bei den bisher von mir gern frequentierten Drogeriemärkten bekomme ich nur mit Sonnenblumen und Ökoversprechen bedrucktes Plastik. Ich kaufe jetzt fast nur noch Bio, weil es Gemüse am unverpacktesten in Bioläden und auf dem Markt gibt, (wo kein Mischverkauf mit konventionellem Gemüse stattfindet). Heute ist Samstag, und ich gehe gleich dort hin!
  4. Kauf nix neu – Ich mache ja ein “Kaufnix-Jahr”, und obwohl ich letzte Woche davon abgewichen bin, um mir ein Funktions-T-shirt aus Merinowolle zu kaufen, klappt es im Großen und Ganzen sehr gut. Im Zusammenhang mit dem aktuellen Marie Kondo-Hype konzentriere ich mich auf die Sachen, die ich schon habe, anstatt zu shoppen.

Was ich gerne machen würde, aber was nicht so gut klappt

  1. Essensplanung. Ich habe die vergangene Woche durchgearbeitet und viel zu tun gehabt, und davor auch, Wochenende gabs nicht wirklich eins, und die Essensplanung ist irgendwie unter den Tisch gefallen. Und davor hatte ich zugegeben auch nur eine einzige Woche, wo das Essensplanen wirklich geklappt hat. Ich habe für jeden Tag überlegt, was ich/wir kochen, und dann hatten wir nicht immer die Zeit, und der einwöchige Plan lief dann über eineinhalb Wochen, und dann habe ich irgendwie keinen neuen “mittendrin” gemacht. Vielleicht kann ich daraus lernen, dass ich lockerere Essenspläne machen muss, wo seltener gekocht wird.
  2. Putzmittel selbst machen: Ich habe zwar einen Zitronenreiniger angesetzt, aber ich habe keine Sprühflasche dafür frei. Und extra eine zu kaufen erscheint mir nicht sinnvoll. Ich habe noch eine Sprühflasche für Glasreiniger, vielleicht sollte ich diesen mal umschütten und ihn in einer einfachen Schraubdeckelflasche lagern, um meinen selbstgemachten Reiniger in die Sprühflasche zu tun. Ich schätze, ich könnte ihn auch in eine Flasche mit einem anderen Verschluss füllen, ich hebe sogar manchmal diese Spülmittel-Schraubdeckel auf, weil ich sie sehr praktisch finde.

Marie Kondo Style Ausmisten

In meiner Strickcommunity habe ich eine Nachricht bekommen, dass eine nette Podcast-Hörerin das erste Marie-Kondo-Buch ausmistet, und ich bekomme es – Juhu! Aufgrund von Zeitmangel bin ich noch nicht viel weitergekommen, ich räume immer noch meine Klamotten auf. Als nächstes wollte ich durch die Sportsachen gehen (Sporthosen, Schwimmanzüge, Fahrradhosen) und dafür eine Box basteln, die die dann alles, was bleibt, reingefaltet werden kann.

Eine Herausforderung, die sich mir stellt, ist: Wie kann ich Dinge verantwortungsvoll weggeben oder entsorgen? Das Altkleidersystem zum Beispiel finde ich ziemlich mies, entweder die Klamotten zerstören die Wirtschaft in weniger wohlhabenden Ländern, oder sie werden gar nicht erst angenommen. Ich habe mal gelesen, dass Altkleider, die nicht mehr zum Verkauf geeignet sind, von den Kleidungs-Sammelstellen zum Recycling gegeben werden müssen. Aber die Sammlungsunternehmen sagen, das würde soviel Geld kosten, diese Dinge von Hand zu sortieren, und man soll die nicht mehr tragbaren Sachen in den Hausmüll werfen. Wo sie in die Müllverbrennung gehen.

Ich möchte aber nicht, dass die Sachen in die Müllverbrennung gehen, und ich würde ja meine Sachen von Hand vorsortieren, aber wo zum Donnerdrummel soll ich die nicht mehr tragbaren Textilien hin tun, damit sie nicht verbrannt werden, sondern zu Putzlumpen recycelt?

Die guten Sachen kann ich zum Verschenkladen oder in eine Kleiderkammer bringen, die nicht z.B. die textile Wirtschaft in Mali zerstört. Aber wohin mit dem, was nur noch zum Schreddern taugt?

Ein paar andere Dinge habe ich über Ebay Kleinanzeigen verschenkt, ein paar Bücher habe ich in ein gemeinnütziges Second-Hand-Buchladencafe gebracht, und all das sollte ich mal auch weiter machen, aber es ist halt ein Projekt, das Zeit kostet und “mal eben alles wegschmeissen” ist viel einfacher und schneller. Aber eben unökologisch.

Jetzt gerade habe ich auch meine Pflanzen gepflegt und viele Stecklinge geerntet, so dass ich auch mal wieder eine Grünlilie und eine grünweiße Tradeskantie zu verschenken habe.

Nun ja, mühsam nährt sich das Eichhörnchen!

Kaufnix und Aufräumen

Markttag

Heute wäre bei meiner Zero-Waste-Challenge dran gewesen, eine Wanderung zu unternehmen. Aber das klappt nicht: Gestern hatten wir eine anstrengende Backschicht, ich habe bis 11 geschlafen und das war eh schon zu kurz, und dann war heute der Markttag, wo wir immer für die Woche das Gemüse und den Käse einkaufen.

Am Käsestand sind wir von einem anderen Kunden gelobt worden, weil wir eine Glasdose dabei hatten, er fand das voll gut. Draußen hat es geregnet und ich hoffe, es wird noch viel mehr regnen diesen Winter, damit sich die Böden gut vollsaugen und wir, bzw. die Pflanzen, es besser überstehen, wenn wir noch so einen trockenen Sommer bekommen sollten. Ich hätte ja Lust auf einen sonnigen Sommer. Es muß aber bitte nicht ganz so trocken sein wie der 2018. Und dafür ist Winternässe die beste Investition!

Aufräumen

Ich habe Klamotten aufgeräumt. Nicht alles, aber immerhin etwas. Los ging es damit, dass ich diese Aufräumserie mit Marie Kondo gucke, und dieses vertikale Aufbewahren von Stoffdingen interessant fand. Also habe ich meine alte Lasagneform, aus der die Beschichtung leider abgeht, rausgenommen und die Stoffbeutel zum einkaufen gefaltet und vertikal da rein gepackt, damit man sie alle schön sieht.

All die Stoffbeutel sind jetzt schön gefaltet in einer alten Lasagneform.

Daneben habe ich immer eine Papiertüte gehabt, in der all meine Stricktücher und Schals reingestopft waren. Die habe ich dann gefaltet und in eine Box aus Flechtwerk einsortiert, so dass ich sie alle sehen kann. Die Box musste aber auch erst mal frei werden, deshalb ging ich an meinen Klamottenschrank und habe Hosen aussortiert.

Ich hab gar nix zum anziehen! Und das ist okay.

In dieser Marie-Kondo-Serie haben die Leute immer riesige Berge mit Kleidung, und sortieren sich da durch, bis sie eine nette Kollektion übrig behalten, die sie mögen. Bei mir ist die Hosensituation sehr anders. Ich hatte quasi nur noch Hosen, in die ich gar nicht mehr rein passe, die ich einfach vergaß, mal auszusortieren, und dann habe ich noch vier Hosen, in die ich reinpasse, und diese vier Hosen habe ich 2017 und 2018 neu gekauft. Davon ist noch eins eine Sommerhose, und eins ist eine Hose, die ich irgendwie “schonen” will, weil sie teuer war (so ne Fjällräven-Outdoorhose). Das bedeutet: Ich hab grade 2 Hosen, wenn ich die eine nicht anhabe, hab ich die andere an.

Ich habe alle alten Hosen in eine Tüte gepackt und bringe sie demnächst in die Altkleidersammlung. Aber zwei der alten Hosen sind dafür zu schade. Das ist eine Outdoor-Funktionshose, die mit zu den langlebigsten gehört, die ich je hatte, und eine Zimmermannshose, die ich für teures Geld im Berufskleidungsladen erstanden habe. Beide passen mir ganz knapp nicht mehr, und vielleicht finde ich dafür Leute, die sie gerne haben würden.

Aber so im großen und Ganzen passt mir der Hosen-Minimalismus ganz gut. Ich dachte ja immer, mein Körper bleibt jetzt so, aber nur für den Fall des Falles, das das nicht so ist, macht es sich gut, Hosen auch wirklich abzunutzen, bevor man raus wächst. Und das geht kaum besser als wenn man nur zwei Hosen besitzt, und diese halt abwechselt.

Deshalb auch hier: Ich bleib bei #noBuy!

ZW Challenge, Tag 11: Gemüsereste sammeln

Heute ist die Idee bei der “Zero Waste Challenge“, Gemüsereste aufzuheben, um damit selber Gemüsebrühe zu kochen. So muss man keine Instant-Brühe mehr kaufen.

Das klingt erst mal gut! Seit ich versuche, plastikfrei einzukaufen, koche ich (wir) viel öfter und der einzige Müll, der ständig runtergetragen werden muss, ist der Komposteimer. Gemüsereste fallen da schon ständig an!

Gestern habe ich dann auch schon mal einen Brokkoli-Strunk in ein Glas getan und in den Kühlschrank gepackt. Heute werde ich den ganzen Tag auf der Arbeit sein, deshalb habe ich heute gar keine Zeit, irgendwas zu kochen, und es wird auch keine Gemüsereste geben.

Mal sehen, ob ich überhaupt genug sammle, bevor sie in ihrem Glas im Kühlschrank vergammeln..

Und was macht das no-Buy-Year?

Das läuft auch sehr gut. Ich habe von einer lieben Person auf twitter ein Profil auf deren Netflix Account bekommen, und schaue jetzt “Tidying up with Marie Kondo”, von dem alle(tm) gerade so begeistert sind.

Was mich daran fasziniert, ist, wie sie die Beziehung von Menschen zu ihren Sachen und ihrem Zuhause sieht. Ich habe gemerkt, dass ich zu meinem Garnvorrat ein sehr ähnliches Verhältnis habe wie Marie Kondo zu ihren Dingen. Ich habe mir angewöhnt, eigentlich wegen der ständig drohenden Mottengefahr, mein komplettes Garn einmal im Jahr (oder zweimal) auf einen großen Haufen zu packen und alles durchzusehen.

Dabei stelle ich immer wieder fest, was für einen großartigen Stash ich habe, und was ich alles damit stricken will. Kauflust auf neues Garn habe ich seither kaum noch, weil ich mir regelmässig vor Augen führe, was ich selbst habe und wie schön es ist.

Ich sortiere dabei aber nie etwas aus, und ich halte auch nicht jedes Garn einzeln in der Hand um zu fühlen, ob dieses “spark joy” abgeht. Bei mir gibt es eher ein anderes Phänomen: Ich fühlte schon immer etwas für die “Underdogs”, die “ungeliebten”, sowohl Personen, als auch Tiere, oder Dinge. Bei meinem Garn stricke ich ganz gerne zuerst etwas aus Garn, das ich schon sehr lange habe, also etwas, das “schon lang warten musste”, oder aus Garn, das andere aussortiert haben, oder gerade das weniger schöne, edle Garn. Ich mag es, daraus schöne Dinge zu stricken und aus dem “weniger schönen” Garn extra etwas schönes zu machen!

Deshalb mag ich auch den ganzen Upcycling-Gedanken.

Gestern war ich bei der Zahnärztin, und früher hatte ich die Angewohnheit, mir nach dem Termin irgendwo eine Kleinigkeit als “Belohnung” zu kaufen. In der Nähe meiner Zahnärztin ist eine Mall mit mehreren Kreativ- und Kunstläden. Ich habe schon gemerkt, dass ich gerne ein wenig durchgegangen wäre und mir ein “Zahnarztgeschenk” gekauft hätte, aber ich brauche wirklich gerade nix an Kunstmaterialien, und daher hab ich mir den Impuls auch relativ einfach verkniffen.

Vielleicht werde ich demnächst mal meine Kunst-Vorräte neu zu organisieren versuchen, und den “Marie Kondo Effekt” nutzen. (Den ich, ohne Marie Kondo zu kennen, schon länger für mein Garn nutze)

Und sonst so

Content Notiz: Hier gibt es Diät Talk.

Ich habe mich ja gerade auf Zuckerfrei gesetzt, und versuche, 3 Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr zu essen, und auch ein wenig mehr schonende Dinge zu essen. Ich hatte ganz schön Stress im Januar und das hat mir auf den Magen und die Magensäure geschlagen. Inzwischen geht es mir schon besser! Auch wenn das mit dem Zuckerfrei noch nicht so 100% klappt und es Disziplin erfordert, sich kurz vor dem Schlafengehen nicht noch Snacks reinzuhauen. Mein Magen wird es mir danken!

Ich glaube, ich habe inzwischen leider einfach eine Neigung zu Sodbrennen, vielleicht hat es die Grenze zur Reflux-Krankheit auch schon überschritten, genaueres könnte wohl nur eine Magenspiegelung ergeben (sagte der HNO) und dann wäre das Problem ja nicht behoben.

Manche Webseiten empfehlen, abzunehmen, aber mein HNO ist selber dick und war nett genug, mir das nicht zu empfehlen. Ich glaube auch nicht ans Abnehmen, ich glaube daran, gesünder zu leben und sich Gutes zu tun, und den Körper dann das eigene Gewicht selbst bestimmen zu lassen.

Es kann sein, dass ich durch Zuckerverzicht und abends nix mehr essen abnehme. Vielleicht aber auch nicht. In jedem Fall wird es nichts sein, das ich steuere oder primär anstrebe.