Kaufnix + Kondo Update

Ich mache ja dieses Jahr ein #noBuy – Jahr, zusammen mit ein paar anderen Leuten, die ich durch das Internet kenne. Manche bloggen auch dazu, und so habe ich gerade diesen Artikel von TQ über den Frühling, Mode und noBuy gelesen.

Jetzt regt mich das an, über mein Verhältnis zu Mode zu reden.

Ich bin ja ein Modemuffel und lebe nach dem Motto: Es gibt Frauenklamotten, Männerklamotten und Outdoorklamotten. Und Letztere sind meins! Dazu kamen noch ein paar Metalshirts die letzten Jahre, und selbstgestrickte Oberteile, Tadaaa! Es muss vor allem funktional sein.

Ich trage eigentlich auch oft die Sachen von anderen Leuten auf, und wenn ich mir mal etwas kaufe, dann ist es eine Cargo-Hose oder eine Outdoor-Hose oder etwas, das beides in sich vereint. Seit ich meine Kleidung “Konmarit” habe, bin ich noch viel zufriedener mit dem, was ich schon habe. Denn jetzt ist es schön sortiert und liegt nicht zwischen lauter Altkleidern im Schrank, die mir nicht mehr passen. Ich habe nur noch Lieblingsteile!

Zum Beispiel zwei Winter-Cargo-Hosen und zwei Sommer-Trekking Hosen. Wobei ich noch eine Fahrrad-City-Hose habe, die aber trotz sauteurer Outdoor-Marke nach 3 Monaten kaputt ging. Und ratet mal, wer den Kassenzettel verloren hatte? Hmpf! Ich hatte sie repariert, aber das eingesetzte Stück Stoff ging auch schnell kaputt. Vielleicht ist der Schnitt einfach Schrott. Einmal werde ich noch ein neues Stück Stoff einsetzen und sehen, was dann passiert.

Gerade ist ja flicken total hip. (Mal nach dem Hashtag #visiblemending auf Instagram suchen, z.B.) Hoffentlich motiviert mich das, endlich diese Hose zu reparieren.

Irgendwie würde ich diese Art, mich mit immer den gleichen Klamotten einzuhüllen, nicht als unstylish abtun. Ich mag den funktionalen Look von Outdoor- und Funktionsklamotten einfach. Ich mag bequeme Tshirts, Hosen mit vielen, vielen, VIELEN Taschen, karierte Hemden, kuschlige Strickjacken, Wollsocken und Schuhe, in denen ich bequem laufen kann, und ich mag, wie ich damit aussehe. Ich frage mich, ob es konservativ ist, wenn man seinen Stil nicht so sehr verändert. Aber ich glaube, für mich ist das, wie ich jetzt rumlaufe, schon eine Veränderung. Ich trage gerne mehr maskuline Sachen, eher so in Richtung Holzfäller als Richtung Büroheini, und früher habe ich viel mehr Hippie-kram gemocht und hatte auch einige lange Röcke aus gebatiktem, bestickten Baumwollstoff.

Ich denke ja, dass es sowas wie “Meta-Style” gibt. z.B. eine Person, die halt neue Fashion-Teile ausprobiert, und gerne modebewusst herumläuft, hätte für mich eben dies als “Meta-Style”. So wie mein “Meta-Style” in die Richtung funktional/outdoor/maskulin/unisex geht.

Für mich ist das gar nicht so experimentell, sondern ich sehe eher das gleichbleibende, nämlich, dass die Person gerne modische, schicke, stylische Sachen trägt. Ich kann aber auch die neueste Mode von der von vor ein paar Jahren nicht unterscheiden. Was ich schon bemerke, ist, wenn Schnitte und Stoffe nicht nur rein funktional sind, sondern dann schon ins künstlerische gehen. Das ist für mich eigentlich das bemerkenswerte an einem modebewussten Meta-Stil: Dass die Kleidung ein bewusst künstlerisches Design hat. Egal von wann das Design jetzt genau ist, oder ob man wirklich den “letzten Schrei” trägt. Klar, kann man jetzt wieder sagen: “Alles ist ja irgendwie Kunst”, aber das meine ich nicht.

Mein Konmari Prozess läuft gut

Stoffe

Ich habe inzwischen meinen Stoff-Stash mit der Konmari Methode entrümpelt, und es dauerte eine Woche, bis ich fertig war. Anders als der Garnstash habe ich mich die letzten 15 Jahre eigentlich nie um das Durchsehen der Stoffe gekümmert, und immer nur mal hier und mal da ein schönes Stöffchen gekauft. Das wirkt sich aus. Ich habe eine große Ikea-Tasche mit wirklich unbrauchbaren Sachen aussortiert, und eine kleine Tüte mit neuwertigen Stoffen, die ich halt niemals mehr verwenden werde.

Letztere werde ich demnächst mal versuchen, über ebay Kleinanzeigen loszuwerden. Der Rest geht zum Recyclinghof, schätze ich, denn die meisten Kleidungs-Sammelbehälter nehmen nur noch Kleidung an, die noch verkauft werden könnte. Ich habe die alten (aber sauberen) Lumpen immer trotzdem reingeworfen, weil ich gelesen habe, die müssen das dann recyceln. Aber wenn der Recyclinghof das auch offiziell annimmt, gehe ich doch lieber da hin.

Bücher und Papierkram

Außerdem habe ich meine Bücher durchgesehen, und einen Großteil meines Papierkrams. Ich habe 22kg Bücher gespendet und ich glaube, auch nochmal 20kg Papiere in den Altpapiercontainer gebracht. Unglaublich, wieviel Platz in den Regalen frei geworden ist! Ich hatte sogar drei Bücher doppelt. Und ich hatte es nicht gewusst. Ich dachte immer, diese Stories stehen in den Anekdoten von Aufräum-Coaches, aber mir passiert das doch niemals. Tja!

Und das, obwohl ich noch im Dezember Bücher aussortiert hatte, und wir da schon eine große Tasche ins Antiquariatscafe gespendet hatten. Das hat mich von der Marie-Kondo-Methode wirklich überzeugt. So, wie ich aussortieren und aufräumen vorher angepackt hatte, war es einfach zu ineffektiv.

Als nächstes muss ich nochmal zum Papierkram gehen, da bin ich noch nicht fertig gewesen. Also zu Belegen, Dokumenten, und dem ganzen Bürokratie-Mist. Da kann ich mal die Dinge, die endgültig verjährt sind, wegwerfen. Dazu gehört auch, sich zu erkundigen, welche Papiere wie lang aufbewahrt werden müssen und ob überhaupt.

Ich will gerade echt nichts kaufen, aber meine Handcreme ist alle!

Ob es am Konmari-Prozess liegt, weiß ich nicht. Aber im Moment habe ich wirklich null Lust, mir irgendwelche Dinge anzuschaffen. Wobei ich jetzt doch eine Verwendung für meinen Outdoorladen-Gutschein gefunden habe: Ich habe meine Handcreme aufgebraucht, und ich HASSE es, dass ich gerade keine mehr habe. Aufgrund meiner Plastikmüllvermeidung kaufe ich gerade keine Creme nach, sondern versuche Alternativen.

Gerade brauche ich eine Massage-Bar von Lush auf, die ich vor Ewigkeiten gekauft hatte und deren Duft komplett verflogen ist. Sie ist zu fettig und zieht eigentlich nicht ein, so dass meine Hände sich anfühlen, als würde die Haut unter einem Fettfilm weiter nach Feuchtigkeit schreien.

Von mehreren Leuten habe ich inzwischen die Lotion-Bar “Climb on” empfohlen bekommen, das ist eine feste Handlotion, die für angegriffene Kletter-Hände sehr wohltuend sein soll. Und beanspruchte Hände, die auch noch ständig mit Magnesia bepudert werden, sind ja schon die Königsklasse.

Die Lotionbar kommt in einem Metalldöschen, und wenn das leer ist, kann ich mir ja auch selbst gemachte feste Lotion da rein tun. Daher klingt das schon sehr nach Zero Waste! Weil mein Outdoorladen das führt, kann ich dafür ja meinen Gutschein verbraten, yes!

Eine kleine Schublade voller regenbogenbunter Batikstoffe, nachdem ich sie sortiert und neu geordnet hatte.
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Das war die Woche..

Die “Zero Waste Challenge” des Januar ist vorbei, und ich dachte, ich rekapituliere mal, was ich sinnvoll fand und was nicht, was ich beibehalten habe und was ich noch machen möchte. Ich bin immer noch unzufrieden mit “Zero Waste” als Begriff, “Low Waste” fände ich besser, bzw. “Müllvermeidung”, denn komplett ohne Müll zu leben ist für mich nicht machbar, und auch gedanklich möchte ich den Druck nicht haben.

Was geklappt hat und bleibt von der Müllvermeidungschallenge

  1. Das Low Waste Kit. Ich habe es auf meine Bedürfnisse umgebaut, denn ich kaufe wenig Essen spontan unterwegs, und trinke auch nie Kaffee zum Mitnehmen. Ich erledige aber ganz oft noch schnell Einkäufe auf dem Heimweg von der Arbeit. Ich habe ein sauberes Schraubglas und mehrere Stoffbeutel in meiner Fahrradtasche dabei. Das ist nicht zu schwer und zur Gewohnheit geworden. Jetzt kann ich eben mal unverpackt Zeug einkaufen, das ist super!
  2. Fermentieren – das erste Sauerkraut, das ich angesetzt habe, ist sehr lecker geworden. Gerade geht es zur Neige, deshalb wäre es jetzt an der Zeit, das nächste Gemüse zu fermentieren. Ich würde ja gerne Kimchi machen, aber ich hatte viel zu tun und sehr viel gearbeitet, und komme gerade nicht dazu.
  3. Auf dem Markt einkaufen – es ist traurig, aber im Discounter bekomme ich ganz viele Sachen nicht plastikfrei, und auch bei den bisher von mir gern frequentierten Drogeriemärkten bekomme ich nur mit Sonnenblumen und Ökoversprechen bedrucktes Plastik. Ich kaufe jetzt fast nur noch Bio, weil es Gemüse am unverpacktesten in Bioläden und auf dem Markt gibt, (wo kein Mischverkauf mit konventionellem Gemüse stattfindet). Heute ist Samstag, und ich gehe gleich dort hin!
  4. Kauf nix neu – Ich mache ja ein “Kaufnix-Jahr”, und obwohl ich letzte Woche davon abgewichen bin, um mir ein Funktions-T-shirt aus Merinowolle zu kaufen, klappt es im Großen und Ganzen sehr gut. Im Zusammenhang mit dem aktuellen Marie Kondo-Hype konzentriere ich mich auf die Sachen, die ich schon habe, anstatt zu shoppen.

Was ich gerne machen würde, aber was nicht so gut klappt

  1. Essensplanung. Ich habe die vergangene Woche durchgearbeitet und viel zu tun gehabt, und davor auch, Wochenende gabs nicht wirklich eins, und die Essensplanung ist irgendwie unter den Tisch gefallen. Und davor hatte ich zugegeben auch nur eine einzige Woche, wo das Essensplanen wirklich geklappt hat. Ich habe für jeden Tag überlegt, was ich/wir kochen, und dann hatten wir nicht immer die Zeit, und der einwöchige Plan lief dann über eineinhalb Wochen, und dann habe ich irgendwie keinen neuen “mittendrin” gemacht. Vielleicht kann ich daraus lernen, dass ich lockerere Essenspläne machen muss, wo seltener gekocht wird.
  2. Putzmittel selbst machen: Ich habe zwar einen Zitronenreiniger angesetzt, aber ich habe keine Sprühflasche dafür frei. Und extra eine zu kaufen erscheint mir nicht sinnvoll. Ich habe noch eine Sprühflasche für Glasreiniger, vielleicht sollte ich diesen mal umschütten und ihn in einer einfachen Schraubdeckelflasche lagern, um meinen selbstgemachten Reiniger in die Sprühflasche zu tun. Ich schätze, ich könnte ihn auch in eine Flasche mit einem anderen Verschluss füllen, ich hebe sogar manchmal diese Spülmittel-Schraubdeckel auf, weil ich sie sehr praktisch finde.

Marie Kondo Style Ausmisten

In meiner Strickcommunity habe ich eine Nachricht bekommen, dass eine nette Podcast-Hörerin das erste Marie-Kondo-Buch ausmistet, und ich bekomme es – Juhu! Aufgrund von Zeitmangel bin ich noch nicht viel weitergekommen, ich räume immer noch meine Klamotten auf. Als nächstes wollte ich durch die Sportsachen gehen (Sporthosen, Schwimmanzüge, Fahrradhosen) und dafür eine Box basteln, die die dann alles, was bleibt, reingefaltet werden kann.

Eine Herausforderung, die sich mir stellt, ist: Wie kann ich Dinge verantwortungsvoll weggeben oder entsorgen? Das Altkleidersystem zum Beispiel finde ich ziemlich mies, entweder die Klamotten zerstören die Wirtschaft in weniger wohlhabenden Ländern, oder sie werden gar nicht erst angenommen. Ich habe mal gelesen, dass Altkleider, die nicht mehr zum Verkauf geeignet sind, von den Kleidungs-Sammelstellen zum Recycling gegeben werden müssen. Aber die Sammlungsunternehmen sagen, das würde soviel Geld kosten, diese Dinge von Hand zu sortieren, und man soll die nicht mehr tragbaren Sachen in den Hausmüll werfen. Wo sie in die Müllverbrennung gehen.

Ich möchte aber nicht, dass die Sachen in die Müllverbrennung gehen, und ich würde ja meine Sachen von Hand vorsortieren, aber wo zum Donnerdrummel soll ich die nicht mehr tragbaren Textilien hin tun, damit sie nicht verbrannt werden, sondern zu Putzlumpen recycelt?

Die guten Sachen kann ich zum Verschenkladen oder in eine Kleiderkammer bringen, die nicht z.B. die textile Wirtschaft in Mali zerstört. Aber wohin mit dem, was nur noch zum Schreddern taugt?

Ein paar andere Dinge habe ich über Ebay Kleinanzeigen verschenkt, ein paar Bücher habe ich in ein gemeinnütziges Second-Hand-Buchladencafe gebracht, und all das sollte ich mal auch weiter machen, aber es ist halt ein Projekt, das Zeit kostet und “mal eben alles wegschmeissen” ist viel einfacher und schneller. Aber eben unökologisch.

Jetzt gerade habe ich auch meine Pflanzen gepflegt und viele Stecklinge geerntet, so dass ich auch mal wieder eine Grünlilie und eine grünweiße Tradeskantie zu verschenken habe.

Nun ja, mühsam nährt sich das Eichhörnchen!

Müllvermeidungschallenge, Tag 28: Putzmittel

Zugegeben geht es erst mal um Upcycling.

Heute ist der Job, Alternativen zu herkömmlichem Putzmittel zu finden.

Damit habe ich mich aus Zeitmangel gar nicht befasst, ich hatte nämlich frei und habe mich auf Projekte gestürzt, die ich angefangen habe: Aus den aussortierten Bettbezügen will ich Taschen nähen, und ich hatte schon verschiedene Streifen aus drei verschiedenen Bezügen geschnitten, sie zu gestreiften Patchworkteilen zusammengenäht und gebügelt, und heute wollte ich mit 1-2 Taschen fertig werden. (Hat nicht geklappt, aber ich bin weiter als vorher)

Dann habe ich meinen Tshirt- und Langarmshirt-Vorrat “Konmarit” (also aussortiert und alles schön gefaltet) und nun brauchte ich Boxen für die Teile, die in mein Schrankfach rein passen. Ich habe mir aus einem alten Karton dann zwei maßangefertigte Boxen gebastelt.

Und ENDLICH habe ich die ultimative Boxenbau-Methode gefunden: Ich benutze eine Heißklebepistole! Vorher hatte ich Kreppband zum vorfixieren und Leim verwendet, aber bis das trocken war, war die Wartezeit lang.

Klebstoff aus der Klebepistole ist zwar eigentlich auch Plastik, aber hier baue ich mir ja selber Zeug aus Altpappe, das ich möglichst länger verwenden will, also keine Einwegplaste. Und nur die will ich ja nicht mehr haben. Gebrauchsgegenstände dürfen wegen mir schon Plastik enthalten.

Nach dem Bau habe ich die Boxen noch mit weißer Grundierung grundiert, denn am Ende sollen sie mit Serviettentechnik beklebt werden, und das sieht auf weiß besser aus als auf Karton, wo noch irgendwelches Gekritzel drauf ist und der Versandaufkleber.

Gerade bin ich noch dabei, die Aussenschicht mit Decoupage zu machen, aber das werde ich abbrechen müssen, denn morgen ist wieder ein Arbeitstag und ich muss ins Bett. So kann es wenigstens teilweise trocknen.

Tja, trotz Begeisterung für Marie Kondo sieht es hier gerade aus, als hätte eine Bombe der Kreativität eingeschlagen, und alles in einen halbverwüsteten Zustand gebracht. Wahrscheinlich komme ich erst Donnerstag dazu, weiterzumachen. Meh. Und ein paar Fotos von den Boxen, die ich gemacht habe, werde ich auch erst später hochladen..

Was ist denn nun mit den Putzmitteln?

Ich habe mich vor einigen Jahren schon mal mit “Ökologischerem Putzen” beschäftigt, und aus jener Zeit habe ich noch meinen “Putzkasten”, in dem Dinge wie Zitronensäure, Natron, Waschsoda, Spiritus, Lavendelöl und Essig-Essenz sind.

Ausserdem habe ich Anfang Januar einen Zitronenreiniger mit ausgepressten Zitronenschalen und Essig angesetzt, so wie das bei Smarticular beschrieben wird. Der ist jetzt wahrscheinlich auch durchgezogen, und ich könnte ihn mal absieben und verwenden.

Im Prinzip brauche ich Putzmittel nicht so oft, ich verwende Spülmittel zum Geschirrspülen und dann hat mein Partner einen Glasreiniger und einen Essigreiniger gekauft. Statt dem Glasreiniger könnte ich mit Essig und Spiritus arbeiten, und statt dem Essigreiniger könnte ich das selbstangesetzte Zeug nehmen.

Wenn ich mal etwas abwische – Tisch, Flächen – benutze ich meistens nur Wasser und einen Lappen, wenn ich den Boden wische, Wasser und ein paar Tropfen ätherisches Öl.

Das Spüli habe ich übrigens im Unverpacktladen gekauft (ich glaube, ich habe berichtet) und meine kleine gläserne Pumpspenderflasche (vielleicht 0.4 Liter) zu füllen, hat einen Euro gekostet.

Ich werde mal sehen, wie das laufen wird!

Müllvermeidungschallenge, Tag 26: Mach dir Heißgetränke zuhause.

Hier geht es wieder um die leidige “Kaffee to go” Becher-Sache. Ich bin davon nicht wirklich betroffen, denn ich habe schon einfach so im Alltag so gut wie nie einen Pappbecherkaffee getrunken. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich nicht so viele Aktivitäten betreibe, wo Menschen üblicherweise Pappbecher-Kaffe trinken.

Jetzt bin ich kulturforscherisch neugierig und frage mich gerade: Äh ja, bei welchen Gelegenheiten kommt das denn meistens vor? In der Pause in der Schule, Uni und bei der Arbeit, ganz oft. Wenn ich mir die Bäckerei ansehe, wo ich arbeite, kommt die halbe Schule in der Pause angedackelt und holt sich einen Pappbecherkaffee. Aber das ist ja nur so eine Momentaufnahme. Bei mir auf Arbeit haben wir Porzellantassen und eine Kaffeemaschine für die Verwendung mit losen Bohnen.

Aber diese Aufgabe. Ich soll mir Kaffee oder Tee zuhause machen. Das klingt irgendwie, als würden die Leute da, wo Zero Waste Chef wohnt, zuhause sowas gar nicht machen, sondern rausgehen, um es im Pappbecher zu trinken.

Wie dem auch sei: Ja, ich mache mir Tee zuhause, ich habe auch jetzt vermehrt losen Tee, während ich vorher auch Beuteltee hatte. Besonders diese schicken, hippen Sorten von Cupper + Co. Aber deren Beutel sind in Plastikfolien, die mit Papier ummantelt sind, umverpackt, so dass man noch nicht mal sieht, dass da Plastik ist! Das ist so fies! Deshalb: Goodbye Cupper + Co – auf nimmerwiedersehen. Schade, weil es war eigentlich mal lecker.

Dafür ist der lose Tee auf meiner Kiez-Teehandlung der leckerste der Welt.

Da wir gerade gar keinen Kaffee bei uns zuhause trinken: Was ist denn aus Tschibo, Eduscho etc. geworden – konnte man da früher nicht die Bohnen so lose kaufen? Oder sich gleich mahlen lassen? Ich sehe diese Läden gar nicht mehr, vielleicht sind sie auch dem Convenience-Gedanken zum Opfer gefallen. In der Bäckerei haben wir übrigens Cafe Libertad – den gibts es zwar verpackt, aber 1 Kollegin sammelt die Packungen und macht andere Dinge daraus, insofern wird es wenigstens recycelt.

Der Wochenend-Einkauf

Vorhin waren wir auf dem Markt, unseren Samstags-Wochenend-Einkauf zu machen. Der Käsestand-Mann kennt uns jetzt schon vom Sehen und packt uns den Käse profihaft in unsere mitgebrachten Behälter, das läuft inzwischen so glatt, dass es uns gar nicht mehr komisch vorkommt.

Gemüse haben wir auch noch mitgenommen, und dann waren wir in einem der letzten Kiez-Bioläden, die sich gegen die Supermarktketten behaupten, und die haben dort ein unheimlich großes Unverpackt-Angebot!

Man kann sich Mandelmus und Tahin abfüllen, Linsen und Saaten auch, und Gummibärchen! Ausserdem gibts da den leckeren Räuchertofu aus der kleinen Manufaktur nebenan ebenfalls lose.

Dafür hat der Einkauf mit fast 40 Euro zu Buche geschlagen. Puh. Aber gut, es waren viele Luxussachen dabei, wie Süßkram und der Räuchertofu. Und Das reicht jetzt wieder für den Großteil der Woche. Der Käse reicht für die ganze Woche, und beim Gemüse holen wir noch hier und da was dazu. Aber das wird dann nur noch wenig kosten.

Müllvermeidungs-Challenge, Tag 23 + NoBuy Erweiterung

Heute wäre bei der Zero-Waste-Challenge dran: Hole Essen zum Mitnehmen in deinem eigenen Behälter. Das mache ich seit einer Weile schon, und ich habs sogar schon mal weit vor meiner Plastikfreien Zeit gemacht, weil ich diese Materialverschwendung von Essen zum Mitnehmen schon immer so furchtbar fand.

Also werde ich euch nicht mehr mit meiner Tiffin-Box und dem darüber labern behelligen, sondern einfach diskret die heutige Aufgabe abhaken.

Dafür war mein NoBuy heute in Gefahr: Ich habe ja noch Duschgel und Bodylotion, und ich habe auch vor, wenn das alles alle ist, mir entsprechend selber was zu machen. Zumindest für die Bodylotion, da möchte ich gerne selbst Sheasahne machen, aus der Sheabutter, die ich noch “von früher” hier habe.

Aber dann glotze ich auf Youtube ein Video über die “Naked” Lotions und Duschgele von Lush, also feste Duschgele und feste Lotions. Und obwohl ich Lush schon immer pseudo-öko und teuer fand, hat sich mein Hang, gerne mal nach Pflegeprodukten zu shoppen, mit meiner derzeitigen Müllvermeidungsphase ungut verbunden und ich habe überlegt ob ich mir sowas kaufen gehen sollte.

Aber NEIN, denn erstens ist Lush noch immer sehr, sehr teuer und nicht mal so top gut, zweitens habe ich immer noch genug Duschgel zum Aufbrauchen zuhause, und drittens möchte ich mir doch diese Shea-Sahne als Bodylotion selbst machen.

Ich merke schon: Ich muss mein NoBuy um eine Kategorie erweitern: Keine unnützen Pflegeprodukte kaufen. Also lautet die neue Regel: Nur was kaufen, wenn etwas wirklich alle geworden ist, und ich echt keine Zeit zum Selbermachen hatte.

Müllvermeidungs-Challenge Tag 17: Shampoo

Ich habe das Thema Duschen und Haarewaschen bisher vermieden, denn ich habe eine umfangreiche Sammlung an quietschbunten, verschieden duftenden Duschgelen. Alles in Plastikflaschen. Bis das alles mal alle ist, dauert es noch etwas.

Aber wenn es so weit ist, werde ich meine Haare wahrscheinlich mit irgendeiner Haarseife waschen. Ich glaube, ich werde auch weiterhin meine Haare kurz halten, dann brauche ich auch wenig zum Pflegen.

Doch halt! Ich habe mir ja 2018 ein Kilo Lavaerde (im Karton) angeschafft, um auf Fahrradtouren die Sonnencreme abzubekommen, wenn man keine sanitären Einrichtungen hat und auch die Umwelt nicht mit Tensiden belasten will. Vielleicht nehme ich einfach die.

Ich hab meinen/unseren Wäscheschrank gekonmarit

Ich und mein Partner haben neulich drüber geredet, wie wir gar keinen Überblick mehr haben, was von unseren Bergen an Bettwäsche “noch gut” ist, und was weg kann.

Also habe ich heute den Wäscheschrank ganz klassisch komplett ausgeräumt, alles in die Hand genommen, und das, was ich behalten will, schön gefaltet und geordnet in den Schrank zurückgepackt. Es ist viel neuer Stauraum frei geworden, würde ich sagen.

Die Rosenblätter haben im Blog von Vielen einen spannenden Post über Ausmisten und Minimalismus geschrieben.

Ich habe mir in letzter Zeit oft Gedanken gemacht, ob man zum Ausmisten können Geld haben muss. Um sich das, was man rauswirft, dann wieder neu anschaffen zu können, wenn man es doch wieder braucht.

Ich habe nicht viel Geld.( ich habe lieber mehr Zeit, aber auch damit ist es nicht so weit her, denn im Handwerk wird man nicht grad reich). Daher kann ich seit vielen Jahren davon reden, dass ich durchaus ausmisten kann, obwohl ich wenig Geld habe. Zum Beispiel die Bettwäsche jetzt: Vieles, was wir haben, haben wir von anderen geschenkt bekommen, die ihrerseits ausgemistet haben. Einiges haben wir dazu gekauft, z.B. Spannbettlaken.

Davon sind einige einfach verschlissen gewesen, auch Bettbezüge waren zum Teil super oll, so, dass ich davon eigentlich nicht mal etwas weiter verschenken kann. Wir haben vor 10 Jahren mal neue Bettwäsche gekauft, weil wir nie sowas hatten, und trotzdem die alten, geschenkten Sachen behalten.

Das führte dazu, dass der Schrank einfach viel zu voll war, und das, was wir so “aufhoben” “für später” war eigentlich zum Großteil völlig unbrauchbar: vergilbt, fadenscheinig – wenn echt mal Besuch kam, hätten wir das gar nicht benutzen können, weil es doch zu beschämend gewesen wäre.

Nein, sowas rauszuwerfen, damit machen wir uns nicht arm. Das fraß nur Schrankplatz und sogar einen selbstgestrickten Pullover – denn als ich aussortierte, tauchte auf einmal ein lang vermißter Pulli von mir wieder auf. Zum Glück unversehrt und nicht mottenzerfressen. Er war bestimmt 4 Jahre unter Bettwäsche vergraben gewesen. Da kannste mal sehen!

Der aufgeräumte Schrank: Die Bettwäsche ist auf eine Größe gefaltet, die Laken sind in einer orangen Postkiste, für die ich bislang gar keine Verwendung hatte, und die Socken in einem Karton gelandet.

ZW Challenge, Tag 11: Gemüsereste sammeln

Heute ist die Idee bei der “Zero Waste Challenge“, Gemüsereste aufzuheben, um damit selber Gemüsebrühe zu kochen. So muss man keine Instant-Brühe mehr kaufen.

Das klingt erst mal gut! Seit ich versuche, plastikfrei einzukaufen, koche ich (wir) viel öfter und der einzige Müll, der ständig runtergetragen werden muss, ist der Komposteimer. Gemüsereste fallen da schon ständig an!

Gestern habe ich dann auch schon mal einen Brokkoli-Strunk in ein Glas getan und in den Kühlschrank gepackt. Heute werde ich den ganzen Tag auf der Arbeit sein, deshalb habe ich heute gar keine Zeit, irgendwas zu kochen, und es wird auch keine Gemüsereste geben.

Mal sehen, ob ich überhaupt genug sammle, bevor sie in ihrem Glas im Kühlschrank vergammeln..

Und was macht das no-Buy-Year?

Das läuft auch sehr gut. Ich habe von einer lieben Person auf twitter ein Profil auf deren Netflix Account bekommen, und schaue jetzt “Tidying up with Marie Kondo”, von dem alle(tm) gerade so begeistert sind.

Was mich daran fasziniert, ist, wie sie die Beziehung von Menschen zu ihren Sachen und ihrem Zuhause sieht. Ich habe gemerkt, dass ich zu meinem Garnvorrat ein sehr ähnliches Verhältnis habe wie Marie Kondo zu ihren Dingen. Ich habe mir angewöhnt, eigentlich wegen der ständig drohenden Mottengefahr, mein komplettes Garn einmal im Jahr (oder zweimal) auf einen großen Haufen zu packen und alles durchzusehen.

Dabei stelle ich immer wieder fest, was für einen großartigen Stash ich habe, und was ich alles damit stricken will. Kauflust auf neues Garn habe ich seither kaum noch, weil ich mir regelmässig vor Augen führe, was ich selbst habe und wie schön es ist.

Ich sortiere dabei aber nie etwas aus, und ich halte auch nicht jedes Garn einzeln in der Hand um zu fühlen, ob dieses “spark joy” abgeht. Bei mir gibt es eher ein anderes Phänomen: Ich fühlte schon immer etwas für die “Underdogs”, die “ungeliebten”, sowohl Personen, als auch Tiere, oder Dinge. Bei meinem Garn stricke ich ganz gerne zuerst etwas aus Garn, das ich schon sehr lange habe, also etwas, das “schon lang warten musste”, oder aus Garn, das andere aussortiert haben, oder gerade das weniger schöne, edle Garn. Ich mag es, daraus schöne Dinge zu stricken und aus dem “weniger schönen” Garn extra etwas schönes zu machen!

Deshalb mag ich auch den ganzen Upcycling-Gedanken.

Gestern war ich bei der Zahnärztin, und früher hatte ich die Angewohnheit, mir nach dem Termin irgendwo eine Kleinigkeit als “Belohnung” zu kaufen. In der Nähe meiner Zahnärztin ist eine Mall mit mehreren Kreativ- und Kunstläden. Ich habe schon gemerkt, dass ich gerne ein wenig durchgegangen wäre und mir ein “Zahnarztgeschenk” gekauft hätte, aber ich brauche wirklich gerade nix an Kunstmaterialien, und daher hab ich mir den Impuls auch relativ einfach verkniffen.

Vielleicht werde ich demnächst mal meine Kunst-Vorräte neu zu organisieren versuchen, und den “Marie Kondo Effekt” nutzen. (Den ich, ohne Marie Kondo zu kennen, schon länger für mein Garn nutze)

Und sonst so

Content Notiz: Hier gibt es Diät Talk.

Ich habe mich ja gerade auf Zuckerfrei gesetzt, und versuche, 3 Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr zu essen, und auch ein wenig mehr schonende Dinge zu essen. Ich hatte ganz schön Stress im Januar und das hat mir auf den Magen und die Magensäure geschlagen. Inzwischen geht es mir schon besser! Auch wenn das mit dem Zuckerfrei noch nicht so 100% klappt und es Disziplin erfordert, sich kurz vor dem Schlafengehen nicht noch Snacks reinzuhauen. Mein Magen wird es mir danken!

Ich glaube, ich habe inzwischen leider einfach eine Neigung zu Sodbrennen, vielleicht hat es die Grenze zur Reflux-Krankheit auch schon überschritten, genaueres könnte wohl nur eine Magenspiegelung ergeben (sagte der HNO) und dann wäre das Problem ja nicht behoben.

Manche Webseiten empfehlen, abzunehmen, aber mein HNO ist selber dick und war nett genug, mir das nicht zu empfehlen. Ich glaube auch nicht ans Abnehmen, ich glaube daran, gesünder zu leben und sich Gutes zu tun, und den Körper dann das eigene Gewicht selbst bestimmen zu lassen.

Es kann sein, dass ich durch Zuckerverzicht und abends nix mehr essen abnehme. Vielleicht aber auch nicht. In jedem Fall wird es nichts sein, das ich steuere oder primär anstrebe.

ZW Challenge, Tag 10: Lose Dinge einkaufen

Ich mach diese Challenge von “Zero Waste Chef” schon seit 1. Januar, so ein wenig just for fun. Heute ist “Day 10: Fill up on staples at the bulk bins” dran, was eigentlich soviel heißt, wie lose Grundnahrungsmittel einzukaufen. Scheinbar gibt es in den USA und Kanada “Bulk Stores”, wo Großpackungen eingekauft werden und man die Lebensmittel dann lose kaufen kann, und das ist dann sogar billiger.

Nicht so in Deutschland! Das wäre ja auch viel zu einfach! Warum einfach, wenn man es auch bürokratisch und hochkompliziert haben kann! Denn Vorschrift ist Vorschrift und Dienst ist Dienst!

Deswegen gibt es hier erst seit Kurzem “Unverpackt-Läden”, und diese haben mit vielen Vorschriften und Auflagen zu tun. Das macht die Produkte dann eher teurer, als billiger. Zudem verkaufen hiesige Unverpacktläden fast ausschließlich Biowaren, wer also konventionelle Lebensmittel aus Kostengründen bevorzugt, hat Pech gehabt.

Wenn es möglich ist, kaufe ich Lebensmittel, die ich auch so unverpackt bekommen kann. Aber bei bestimmten Dinge, z.B. Hülsenfrüchten, gelingt mir das gar nicht. Auch Spülmittel oder Shampoo ist ebenfalls sehr schwierig, früher hatte fast jeder Bioladen Kanister da stehen, (das habe ich kürzlich schon mal geschrieben, oder?) aber das ist heute sehr aus der Mode gekommen.

Überhaupt war das Plastik vermeiden in der früheren Bio-Szene gang und gäbe. Unverpacktläden und Plastikvermeidung sind eigentlich gar nicht so neu. Nur, weil inzwischen die Bio-Szene so davon abgekommen ist, erscheint es vielen Leuten heute so, als wäre das etwas Neues.

Ich brauche heute gar nicht so viele Vorräte, denn ich bin noch ganz gut bestückt im Moment. Gerade ist mir ein großes Vorratsglas leer geworden, wo Nudeln drin waren. Allerdings sind mir die Nudeln im Unverpacktladen zu teuer im Vergleich zu verpackten Nudeln. Deshalb werde ich am Wochenende Nudeln selbst machen, trocknen und damit mein Glas nachfüllen.

Aber halt, dafür muss ich Hartweizenmehl besorgen! Das krieg ich zum Glück in der Bäckerei, also muss ich daran denken, ein großes Glas dorthin mitzunehmen.

Etwas war ich heute einkaufen: Dieses große Glas Kamillenblüten. Wir haben in Berlin einen “Bulk Store” für Kräuter, nämlich “Kräuter Kühne”. Allerdings verkaufen sie NUR in 100g-Einheiten, wer also Kräuter in eigene Behälter gefüllt haben möchte, muss welche haben, die groß genug dafür sind.

Das schöne, alte Glas stammt noch aus unserer früheren Gemeinschaftsküche, darin sind leckere, duftende Kamillenblüten.

ZW Challenge, Tag 8: Müllanalyse

Der komplette Verpackungsmüll (ausgenommen dem Papiermüll, der getrennt gesammelt wird) seit dem 26.12.2018. rechts sind “Altlasten”, also Verpackungen von Dingen, die schon vor unserer Müllvermeidungs-phase da waren und die jetzt erst aufgebraucht worden sind. In der Mitte ist das Katzenfutter, und links ist “unser” Müll.
Hier nochmal der Müll ohne die “Altlasten”: zu “Unserem” Müll habe ich nur die Plastikpackung für die Zahnbürstenköpfe beigetragen.. und die Folie oben links und das Klebeband ganz oben, da habe ich ein Päckchen bekommen und die geschenkten Kerzen waren darin eingepackt. Darunter sind Dinge von meinem Partner, 1 Feuerzeugpackung, 1 leere Dose von Matcha-Tee, ein Deckel, und leere Papiertütchen mit Plastikbeschichtung.
Das ist der Müll, den wir nicht reduzieren können, okay, vielleicht die Katzensticks weglassen und die Katze muss dann eben ein freudloses Leben ohne Leckerlis führen.. lol
Aber was die Katze und die Zahnpflege angeht, möchte ich keine Alternativen suchen, denn die Katze geht in den Hungerstreik und meine Zähne haben auch schon genug mitgemacht.

Die Zero Waste Challenge geht zu Tag 8 und ich habe mit gerümpfter Nase den grünen Punkt-Müll auseinandergepflückt und auf dem Boden ausgelegt. Ich bin mit dem Erfolg sehr zufrieden!

Vielleicht sollte ich auch mal den Papiermüll durchsehen, der angefallen ist.

Das Bild ist etwas unscharf, aber das ist gut, denn ich muss dann nicht die Adresse auf der Paketbenachrichtigung anonymisieren. Links oben sind Verpackungen von Lebenmitteln, die Brötchentüte wäre absolut vermeidbar gewesen.. die Zucker- und Butterkartons/papiere eher nicht. Darunter ist Papier von einem alten Kalender bzw Reste von Butterbrotpapier aus dem ich einen Minispritzbeutel gebastelt hatte, und rechts unten ist die “Teekatastrophe”, die Überreste des massiven Teebeutelkonsums meines Partners.
Oben links sind Umschläge und Paketscheine, also etwas, das wir zugeschickt bekommen haben und das wir nicht wirklich vermeiden konnten.

Alles in allem ist mein eigener Müll diese Woche, bzw seit 2 Wochen, sehr gering ausgefallen und ich habe eigentlich alles, was man reduzieren kann, auch reduziert.

Für die Dinge, die mein Partner quasi im Alleingang verbraucht, fühle ich mich nicht zuständig, wir machen zwar gemeinsam Plastikmüllvermeidung, aber was die einzelne Person für Dinge des persönlichen Bedarfs für Veränderungen in Kauf nimmt, ist immer noch deren Sache. Bei uns jedenfalls. Ich bin von Teebeuteln auf losen Tee umgestiegen und habe inzwischen auch fast alle meine “Altlasten” an Teebeuteln verbraucht.

Und jetzt machen wir einen Regenspaziergang und schauen uns das Museum am Friedhof der Märzgefallenen an. Das kostet keinen Eintritt und beim letzten Besuch dort habe ich eigentlich nicht viel von dem, was da drin präsentiert war, verstanden. Ich habe zur Märzrevolution 1848 große Bildungslücken, daher fällt mir das Einbauen von neuen Informationen dazu in meinen Wissensspeicher eher schwer. Nicht dass ich es nicht spannend fände, aber das Wissen setzt sich ganz schwer fest..

ZW Challenge, Tag 5: Auf dem Markt einkaufen

Wir haben uns schon seit November angewöhnt, einmal die Woche auf den Markt zu gehen, daher war die heutige Aufgabe ein Leichtes für uns. Außerdem lustig, dass Samstag auch sowieso immer der Markttag ist. Die Challenge ist sehr gut getaktet!

Ich muß auch sagen, dass es mit der Zeit einfacher geworden ist, vorab zu wissen, was für die Woche so gebraucht wird. Einiges an Gewohnheiten hat sich etabliert und das kostet weniger Energie und Konzentration, denn es ist unglaublich, was der innere Autopilot alles an Kraft einspart, wenn es erstmal Routine geworden ist. Wir haben zum Beispiel in kürzester Zeit unseren Lieblingskäsestand gefunden, und haben diesmal Ziegenkäse und schweizer Bergkäse gekauft. Seit dem plastikfreien Leben wird viel mehr gekocht und daher brauchen wir sowieso weniger Käse und anderen Brotbelag.

Dann haben wir auch schon unseren Lieblings-Gemüsestand, aber bei Gemüse muss man mehr rum gucken, was wer gerade hat und wo es Angebote gibt. Wir waren heute eher gegen Mittag da und der Markt war sehr voll, das hat alles etwas anstrengender gemacht. Vielleicht sollten wir auch mal versuchen, gegen Ende hinzugehen um gute Deals zu kriegen.

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Mein Einkauf besteht aus Gemüse, Käse, Eiern (die Behälter bzw. den Eierkarton hatten wir dabei), Tee, Erdnussbutter und Unmengen Zucker.

Leider war die eine Zuckerpackung eine Mogelpackung. Von außen wirkte es so, als sei der Zucker in einer Papiertüte, aber innen war noch eine Plastikfolie mit drin. Ich verstehe das nicht, denn der weiße Zucker benötigt doch auch keine Folie. Wieso dann der braune? Haben die Angst, dass die Melasse durchsuppt?

Der Beuteltee ist von meinem Partner, er hat sich auf diese Teesorten eingeschossen und die Packung ist wenigstens, im Unterschied zu den Cupper-Tees z.B., nur aus Papier. Und die Wasabi-Nüsse sind in einer Blechdose mit Plastikdeckel, die hat sich auch mein Partner gegönnt.

Jules hat sich dieses Jahr auch ins Plastikvermeiden eingeschwungen, und hier gibts einen entsprechenden Blogpost dazu: Meine Verpackungsmüll-Vermeidungs-Rangliste

Ich finde die von Jules beschriebene 80:20 Herangehensweise super, und in diesem Sinne blicke ich auf unseren Einkauf und sage trotz der kleinen Ausrutscher: Cool, was dadurch alles an Plastik eingespart worden ist! Und Verpackungsmüll ist auch sonst nicht viel entstanden. Das Glas von der Erdnussbutter und die Wasabinuß-Dose werden wahrscheinlich weiterverwendet, die Eierpackung ist sowieso schon in der Wiederverwendung gewesen, und die Milch ist in Pflandflaschen.

Warum all der Zucker: Weil Süßigkeiten so gut wie immer verpackt sind, mache ich sie selber. Ich backe mich durch alle Cookie-Rezepte, die das Internet so zu bieten hat, haha. Heute habe ich Erdnußbutter-Cookies auf dem Zettel, dafür ist auch die Erdnußbutter vorgesehen.