Glutenfreie, vegane Zimtschnecken – ein Versuch

Gestern habe ich für unseren Stricktreff vegane Zimtschnecken gemacht, die Hälfte davon sogar glutenfrei.
Wenn ihr das auch versuchen wollt, hier ist das Rezept:

Zugrunde gelegt habe ich das Rezept Kanelbollar original norwegisch auf Chefkoch.de, welches ich veganisiert habe.

Die vegane Variante:

1 kg Wz-Mehl (habe Type 405 verwendet)
1/2 TL Salz
100 ml Zucker
2 TL Kardamom
150 g Alsan Margarine, zerlassen
500 ml Reismilch
1 Pck. (42g) Hefe

für die Zimtfüllung und Deko:

Alsan
Zimt
Zucker
evtl. Apfelmus
Puderzucker

die glutenfreie vegane Variante

500g Schär Brot-Mix glutenfreie Mehlmischung
1/4 TL Salz
50 ml Zucker (ich weiss nicht, wieso der Zucker in dem Rezept als ml-Angabe drin stand, da meine Küchenwaage aber ohnehin nicht zuverlässig funktioniert, habe ich es so abgemessen, wie es da stand, und es funktionierte.)
75g Alsan, zerlassen
ca. 500ml Reismilch (ja, kein Fehler)
1/2 Pk (20g) Hefe

für die Zimtfüllung und Deko:

Alsan
Zimt
Zucker
evtl. Apfelmus

Ich benutze eine Mehlmischung, weil es imho sehr schwer ist, glutenfreies Hefegebäck aus selbst gemischten Rohstoffen zu machen. Fehlendes Klebereiweiß durch irgendwas, was ich selber zugebe, auszugleichen, kann gehörig schief gehen. Um den Menschen mit Unverträglichkeiten geschmacklose, trockene Briketts, die den Namen “Gebäck” nicht verdienen, zu ersparen, nutze ich die Errungenschaften der Lebensmittelchemie und kaufe industriell hergestellte Backmischungen.

Bei der Auswahl der Backmischung gilt: Wir wollen eine, die einen möglichst elastischen Teig ergibt. Beim Dm gab es drei Mischungen von Schär: Brot-Mix, Kuchen-Mix und das dritte habe ich vergessen. Keks-Mix vielleicht. Beim näheren Blick auf die Packungen sah ich: Beim Kuchen-Mix waren nur Rührkuchen und ähnliches als Rezeptvorschläge auf die Packung gedruckt, keinerlei Hefeteig. Beim Keks-Mix wird man auch nicht fündig. Bei Rührkuchen und Mürbeteigen ist Gluten nicht nur unwichtig, es soll sich auch beim Herstellen der Teige gar kein Kleber entwickeln. Deshalb ist einzig und allein der helle Brot-Mix (wo dann auch “für alle Hefeteige” klein in der Ecke aufgedruckt war) die richtige Wahl.

Bei der veganen Variante stellt man einfach einen All-In-Teig her, d.h. alle Teigzutaten kommen zusammen und werden zu einem elastischen Hefeteig geknetet. Die Milch darf lauwarm sein, das fördert die Hefe. Die Teigtemperatur sollte aber nicht über 30° betragen, sonst muss man schnell sein und es wird auch nicht schön.
Den Teig ruhen lassen und dann ca. 0.5 cm dick ausrollen. Alles bemehlen, sonst klebt es an.
mit zerlassener Alsan Margarine dick bepinseln, viel Zimt + Zuckermischund drauf streuen, und wenn man möchte, etwas Apfelmus wegen der Saftigkeit. (Ich habe das vergessen, war auch so ganz gut.) Dann entweder eine lange Rolle rollen und diese in 5cm lange Schnecken schneiden, oder alles in Streifen mit einem Pizza-Roller schneiden (was ich gemacht habe, weil ich verschiedene und ungleichmässige Schnecken wollte) und zu Schnecken aufrollen. Alle Schnecken aufrecht auf ein gefettetes Blech oder in eine Form setzen, nochmal etwas gehen lassen, und bei 150-170° backen, bis sie fertig sind. Ich habe weder die Zeit gestoppt, die sie im Ofen waren, noch habe ich gute Erfahrungen mit den 225° des Chefkoch-Rezepts gemacht. Ich streute obendrauf Zimt-Zucker und hatte zerlassene Alsan-Margarine drüber gegossen, und bei 200° stank das und verbrannte. Es war nicht schön. Bei 180° stank es auch noch ziemlich, und ich ging bei den glutenfreien Schnecken, die später in den Ofen kamen, um einiges runter mit der Temperatur, und fand das auch besser.

Die Glutenfreien

Der Unterschied beim Teig machen war schnell klar: Der Mehlmix nimmt sehr viel mehr Reismilch auf als herkömmliches Weizenmehl. Es war ungefähr doppelt so viel Flüssigkeit als im Chefkoch-Rezept. Der Teig wird auch nicht elastisch, sondern eher matschig-plastisch, wie ein Roggenbrot-Teig. Das soll aber niemanden irritieren, einfach beherzt weiter machen und ruhig weicher halten.
Beim Ruhen lassen keine Sorge: Das Zeug geht kaum auf und das macht auch nichts und ist kein Wunder.

Den Tisch habe ich mit dem glutenfreien Mix bemehlt, und den Teig von beiden Seiten gut damit eingerieben, damit nichts klebt. Er klebt sehr stark, also Vorsicht. Ich habe ihn etwas dicker ausgerollt als den Weizenteig. Ansonsten war das Vorgehen das selbe. Die gerollten Schnecken habe ich in der Form doppelt so lang gehen lassen wie die aus Weizenteig. Bis so richtig etwas sichtbar war an Volumenzunahme, und dann in den Ofen geschoben.
Ich habe sie bei 170-150° gebacken. Sie sind nicht so gebräunt wie die Weizenschnecken, aber sie sind fluffig und lecker, und gar nicht trocken rausgekommen. Alle waren sehr zufrieden, auch Menschen, die Gluten vertragen, fanden sie gut.

Hier noch Fotos, obwohl ich kein Foto von den fertig gebackenen, glutenfreien Schnecken habe. Sie waren aber auch schön.

Zimtschnecken

Zimtschnecken

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Neues Lieblingsessen: Pasta e Patate

Fast ein Jahr gibt es in Berlin das Ragù – ein kleines Cafe und Restaurant mit neapolitanischer Küche. Dort habe ich “Pasta e Patate” kennen gelernt, ein eigentlich ganz einfaches Gericht aus Pasta und Kartoffeln.
Ich habe das gestern zuhause gekocht, und habe eine Anleitung vom Italien-Blog benutzt.

Pasta e patate

Von dieser Zwiebel waren innen liegende Schichten vergammelt. Das hat das Schneiden und auseinandersortieren erschwert.

Pasta e patate

Ich habe beim Kochen getwittert und war auch noch im google+ Hangout. Es war, wenn man das mit einem alten Macbook überhaupt so sagen kann, sehr futuristisch. Noch eine Person und ich haben unsere Kochfotos (schnell mit dem Telefon geknipst) getwittert und mit #twitterkochalong getaggt.

Pasta e patate

Zwiebeln, Knoblauch und Kartoffeln in Olivenöl.

Pasta e patate

Da kommt dann Brühe, Tomate und die Pasta rein, gemischte Nudeln (was halt am Ende noch im Päckchen übrig bleibt) und wird unter gelegentlichem Rühren so gegart, dass am Ende die Brühe reduziert ist und quasi eine cremige Soße entsteht. Käse kommt nämlich auch noch in den Topf, der schmilzt dann schön. Aber das haben die vom Italien-Blog schon ausführlich beschrieben.

Pasta e patate

So sieht es dann aus, wenn es gleich fertig ist.

Pasta e patate

Und hier ist das Ergebnis. Es war sehr lecker. Ich habe als Käse für die Soße “irgendein Goudazeug” genommen. :)

Twitter-Rezept

Reis mit Linsen nach einer Twitter-Anregung von @evilmel

1. Reis kochen (mit Salz)
2. Linsen kochen, gehackte getrocknete Tomaten 10 Minuten vor Schluß mit reinwerfen, damit die weich werden. Bei den Linsen erst Salz reintun, wenn sie weich sind.
3. Pfanne mit vieeeeeeeeeeeeel Ghee (Butterschmalz) füllen und darin 2 Zwiebeln in Ringen goldbraun braten, ausserdem 1 Lorbeerblatt, eine Zimtstange und Kardamomkapseln mit anbraten.
4. Reis und Linsen rein, alles mit 1-2 TL zucker bestreuen und dann anbraten.
5. Sriracha Chilisauce drüber nach Bedarf.

Leckööööööööööööör